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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN stellen. Daraus ergeben sich auch äußerliche Grenzen, zum einen hinsichtlich der nicht in beliebiger Höhe zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, zum anderen hinsichtlich des Raummangels in vielen, besonders älteren Bibliotheken. Die Diskussion über so genannte minder wichtige oder tote Literatur wird daher seit langem geführt.4 Inzwischen sollte sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass es keine an sich minderwichtige Literatur gibt, sondern die Definition dessen, was mehr oder weniger wichtig ist, von der Funktion und der Dokumentationsaufgabe der jeweiligen Bibliothek abhängt. 2. Zentralkatalogisierung In ihrer Bedeutung schon lange erkannt, sind die regionalen Zentralkataloge heute zu einem flächendeckenden System ausgebaut, das die bedeutenderen öffentlichen Bibliotheken, bei weitem aber nicht alle historischen Buchbestände erfasst. Gerade bei der durch die historische Entwicklung bedingten Zerstreuung der Altbestände in Deutschland erweist sich die Wichtigkeit von Zentralkatalogen besonders deutlich. Auch im Bereich des kirchlichen Bibliothekswesens wurden wesentliche Fortschritte erzielt, so durch die 1997 erfolgte Publikation des Kirchlichen Zentralkatalogs in Berlin auf Mikrofiche und durch den Neuaufbau eines Kirchlichen Verbundkatalogs. Das Handbuch der historischen Buchbestände hat zwar auch die kleineren Sammlungen berücksichtigt oder gar erstmals in das öffentliche Bewusstsein gerückt, ersetzt aber freilich nicht die katalogmäßige Erfassung dieser Bestände. Die herkömmlichen Zettelkataloge sind unterdessen längst abgelöst durch elektronische Verbundkataloge. Entsprechend den ständig wachsenden Möglichkeiten der Datenverarbeitung werden Verbundsysteme in immer größeren Ausmaßen möglich und damit die Informationsmengen immer umfangreicher. Grenzen werden allerdings vorläufig noch durch die notwendige Konvertierung alter Titelaufnahmen gesetzt. Aus diesem Grunde leben wir in einer Zeit der permanenten Übergänge von Katalogformen und Speichermedien. Mehr als hundert Jahre alten Band- und Zettelkatalogen stehen die via Internet zugänglichen Kataloge als modernste Form gegenüber. Trotzdem bleibt die „universal availability“ von Veröffentlichungen ein Wunschziel – unter anderem deshalb, weil die Forschung auf eine Vielzahl von Informationsquellen angewiesen ist, von denen Bücher nur noch eine Art unter anderen sind. 4 Werner Dube: Minderwichtige, minderwertige und tote Literatur in wissenschaftlichen Bibliotheken. in: Buch – Bibliothek – Leser. Festschrift für Horst Kunze zum 60. Geburtstag. Berlin 1969, S. 199–208. BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 12 1613
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