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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue38.2004 (Rights reserved)

Ausland THEMEN trägt zum Budget der Bibliothek in einer Weise bei, wie man es nur aus amerikanischen Bibliotheken kennt. Dabei wird sehr darauf geachtet, dass diese Mittel nicht für die Grunddienste der Bibliothek eingesetzt werden, sondern sie sollen den Service erweitern, wie z.B. die kostenlose Ausleihe von Laptops (ein Geschenk der Firma IBM) an die Studenten etc. Die Bibliothek verfolgt drei Ziele, die sich auch für eine mögliche Zusammenarbeit anbieten: 1. Open Access: Die Bibliothek macht sich in erster Linie Gedanken, welche Grundausstattung die Studenten für Open Access benötigen. Neben der kostenlosen Überlassung von Laptops bietet sie kostenlos Internetarbeitsplätze an. 2. elibrary: Dissertationen und Masterarbeiten stehen in elektronischer Form zur Verfügung und werden generell elektronisch veröffentlicht. 3. information literacy: Die Vermittlung der Medienkompetenz wird mit Hilfe der Bibliothek in die Curricula der Universität integriert. Wie man das aus anderen Städten und Ländern kennt, ist ein gutes bibliothekarisches Umfeld nicht nur die Sache einer Bibliothek. Die Stadtbibliothek von Tartu (Leiter Asko Tamme) besitzt ein lebendiges Netz von Zweigstellen. Aber die wichtigste Erfahrung war die Bibliothek im Park. Sie stellte aus, las vor, erklärte und warb mit einem schönen Programm für ihre Arbeit. Herbstsonne genießen mit einer Bibliothek im Park – es wurde begeistert angenommen. Was hat sich geändert? Tallinn oder Reval? Zusammenfassung Die Benutzung der verschiedenen Namen für die Hauptstadt Estlands wurde vor 10 Jahren als ein Zeichen eines möglichen Revanchismus gedeutet. Dabei haben beide Namen nur verschiedene historische Wurzeln, Tallinn kommt aus dem Dänischen (Taani = Dänen, linn = Stadt, also die Dänenstadt) während Revälla der Sitz der hanseatischen Kaufleute war. Heute bekennt sich die Stadt zu ihrer deutschen Vergangenheit. Das Stadtarchiv in Tallinn zeichnet sich durch seltene Archivalien aus, die nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur aus Estland dem Archiv zugeführt werden. Zusammen mit dem Herder Institut Marburg will das Stadtarchiv die Korrespondenz der Ratsherren von Lübeck, Hamburg, Bremen und Tallinn (Reval) in Deutsch und Latein elektronisch erfassen und herausgeben, die den Austausch von Informationen und Menschen über Jahrhunderte hinweg aufzeigen wird. Enge Familienbindungen und gleiches Recht (Lübisches Recht) waren die Grundlage eines weitgehendes Netzes, das Tallinn zu der schönen, und nun auch neu geputzten BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 12 1579
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