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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Ausland Besucher und Leser nicht bedrängt, keinen Atem nimmt, sondern einfach glücklich macht und Wohlbefinden auslöst. Die Nationalbibliothek Estlands hat ein sehr großes Glück mit ihren Direktoren gehabt, die verstanden haben, die Nationalbibliothek in das neu erwachte kulturelle Leben ihres Landes zu integrieren. Aber dies taten sie nicht alleine, sondern mit einer Schar begeisterter und kenntnisreicher Bibliothekare. Nach Frau Eenmaa, deren Karriere – Generaldirektorin der NB, Bürgermeisterin von Tallinn und jetzt Kulturattaché in Russland4 – ein gutes Beispiel für Aufstiegschancen des Berufes sein sollte, ist Frau Tiiu Valm Generaldirektorin der Nationalbibliothek. Ihre administrative Erfahrung im Kulturministerium, ihre internationale Anerkennung und ihr Wille zur Zusammenarbeit sind die beste Förderung für die Bibliotheken und Bibliothekare in Estland. 5 Fort- und Weiterbildung Fort- und Weiterbildung sind ein großes wichtiges Thema für alle Esten und nicht nur für Bibliothekare. Diese aber spielen auf diesem Gebiet eine große Rolle und tragen damit zu einem positiven Image des Berufes bei, was bei Besuchen und Gesprächen bemerkbar wird. Diese Fort- und Weiterbildung spielt sich in einem internationalen Rahmen ab, der jetzt schon auf einer sehr soliden Grundlage gebaut ist, da viele Esten und die meisten Bibliothekare mindestens eine (Englisch), sehr oft zwei (Englisch und Deutsch) oder drei (Russisch) Fremdsprachen beherrschen und sich mit ihren finnischen Nachbarn in der eigenen Sprache verständigen können. Sehr viele Esten sprechen auch Finnisch und haben dort studiert oder in diesem Land ein Praktikum gemacht. Die unbürokratische Hilfe Finnlands für Estland wirft ein ausgezeichnetes Licht auf dieses Land hoch im Norden. Estland will eine wichtige Rolle in der nordischen Region/Ostseeraum spielen, und zwar als Stimme in diesem Kultur- und Wissenschaftsraum. Dies wird ihm auch gelingen, wie es die Teilnahme an den vielseitigen internationalen Aktivitäten zeigen.6 Wenn man noch 1992 schreiben musste, „dass Estland und seine 4 Wegen der Schulreform war es in Estland zu Konflikten mit Russland gekommen. Daher hatte man Frau Ennmaa die Ausstellung eines Visums zur Einreise nach Russland zu diesem Zeitpunkt verweigert. 5 Sie arbeitet zum Beispiel eng mit Frau Prof. Dr. Aira Lepik von der Pädagogischen Universität zusammen, bei der sie zur Zeit auch promoviert. 6 Dies wird ganz deutlich in dem Band: The 20th Century Libraries in the Baltic Sea Region. Ed. by Piet Lotman and Tina Vilberg. Tallinn 2004, Transactions of the National Library of Estonia (TNLE)X. Der erste Beitrag von Boris Volodin: St. Petersburg Research Libraries as Forschungsbibliotheken in the Context of the Twentieth Cen- 1574 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 12
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