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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Gremien rechnungen angestellt und zwischen den Verbünden abgeglichen, aber noch keine Zahlungsforderungen zwischen den Verbünden für die überregionale Fernleihe erhoben. Gleichzeitig werden alle Anstrengungen unternommen, die verfahrensbedingten Verwerfungen in den Zahlen zu bereinigen und vor allem die teurere, aber nicht zu berechnende konventionelle Fernleihe durch ver- bundübergreifende Online-Fernleihe abzulösen. Diese Stellungnahme veran- lasste auch Hebis, die zunächst angekündigte Berechnung für alle extern über Direktzulassung an der Hebis-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken für 2004 auszusetzen. Die konventionelle Fernleihe war innerhalb der Verbünde noch unterschiedlich stark nötig. Anfang des Jahres war sie vor allem in der verbundübergreifenden Fernleihe im wesentlichen unersetzt. Konventionelle Bestellungen werden wei- terhin vor allem genutzt für im Verbundkatalog nicht nachgewiesene Bestän- de, die in Zettelkatalogen oder Imagekatalogen oder vom Verbund unabhän- gigen Online-Katalogen zu ermitteln sind, sowie für die verbundübergreifende Bestellung von Zeitschriftenaufsätzen. Es wird empfohlen, in jedem Verbund und verbundübergreifend zu prüfen, wie mit Blankobestellungen (Bestellungen ohne Bestandsnachweis) umzugehen ist. Es muss die Möglichkeit geben, die- se im Rahmen der Online-Fernleihe direkt an die Bibliothek bzw. die Leihver- kehrszentrale zu richten, bei der ein Bestandsnachweis erwartet werden kann. An die Stelle des Leihscheinversands sollte zumindest ein E-Mail-Verkehr tre- ten. Dafür sind strukturierte Mailformate zu definieren. Wo Signaturen ermittelt werden, ohne dass der entsprechende Titelnachweis im Verbund ist, muss mit dem gleichen Verfahren oder durch direkten Zugriff von dem Fernleihsystem auf das lokale Bestellsystem die Angabe der Signatur und die Bestellung des gewünschten Mediums möglich sein. Die technische Realisierung der Blanko- bestellungen wird innerhalb der Region geklärt. Für die verbundübergreifen- den Verfahren sollte die AG Verbundsysteme eine kleine Arbeitsgruppe ein- setzen, die geeignete Verfahren definiert und sich auch im überregionalen Fernleihverkehr der Bestellung von Zeitschriftenartikeln widmet. Die Bemü- hungen um diese Fälle dürfen jedoch nicht zu einer zeitlichen Verzögerung beim Einsatz der Standardverfahren in der Online-Fernleihe führen. Durch das Verfahren der Online-Fernleihe werden die vertrauten Steuerungs- mechanismen im Leihverkehr von der nehmenden auf die gebende Bibliothek verlagert. Gleichzeitig ist bis zum Verweigern des Gebens bei der gebenden Bibliothek ein Aufwand angefallen, der durch das Verweigern sich nur weiter erhöht, so dass Absprachen und allgemeine Richtlinien für diese Verfahren wichtig sind. Ferner ist durch den Einbezug der öffentlichen Bibliotheken der Leihverkehr auch für Aus- und Fortbildung in höherem Umfang geöffnet. Auch die Abgrenzung von Hobbyliteratur und Literatur für Aus- und Fortbildung ist kaum leistbar. 1472 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 11
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