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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Bibliotheken lagen in Aussicht steht. Zugleich bieten sich vielen Wissenschaftlern fachliche Netzwerke, die den direkten Kontakt zur ,,community" sicherstellen, ohne den ,,Umweg" über einen hochschuleigenen Publikationsserver zu gehen. Nicht zuletzt spielt für die Autoren der Schutz von Urheber- und Verbreitungsrech- ten eine wichtige Rolle, wozu die Voraussetzungen mit dem Lizenzmodell der 3 ,,creative commons" jetzt erst entwickelt werden. In den vergangenen Jahren hat sich eine Reihe von Initiativen herausgebildet, die sich die Möglichkeiten der neuen Technologie in verschiedener Weise zu- nutze machen. Dazu gehören einerseits neue Geschäfts- und Kooperations- modelle: · Charges for article-processing: BioMedCentral, New Journal of Physics, Public Library of Science for Biology, Public Library of Science for Medi- cine, Molecular Diversity Preservation International Foundation. · Neue Kooperationen zwischen Akteuren der Wertschöpfungskette (Joint Ventures): HighWirePress, Project MUSE, BioOne, German Medical Scien- ce. · Konkurrenzzeitschriften (,Parallelprodukte`): Scholarly Publishing & Aca- demic Resources Coalition (SPARC). Andererseits handelt es sich um wissenschaftseigene Strukturen: · Institutionelle bzw. disziplinäre Repositorien ­ teilweise unter Einschluss von Begutachtungs- und Bewertungsverfahren ­ für die Speicherung der wissenschaftlichen Produktion einer Wissenschaftseinrichtung auf Basis des Protokolls der Open Access Initiative (OAI): Hochschulschriften, Pre- und Postprints, E-Learning-Contents, Primärdaten etc. · Beispiele: German Academic Publishers (GAP), Zentrum für Informations- management (ZIM) der MPG, FIGARO, E-Collection der ETH Zürich (ETH- E-Collection), eScholarship, Digital Academic Repositories (DARE), Secu- ring a Hybrid Environment for Research, Preservation and Access (SHERPA) sowie (in unterschiedlicher Qualität) zahlreiche Hochschulser- ver. Alle Initiativen befinden sich noch in der Aufbau- und Startphase, so dass sie sich gegenwärtig als chancenreich, aber noch nicht als ,,definitiv" erfolgreich bewerten lassen ­ die nächsten Jahre werden zeigen, was sich in welcher Weise durchsetzen wird und als tragfähig erweist. Die Initiativen sind durch strukturelle Unterschiede geprägt. Die neuen Geschäfts- und Kooperations- modelle sind unternehmerische Verlagsaktivitäten, die sich mit neuen Produk- ten am Markt zu behaupten versuchen. Bibliotheken sind daran nicht beteiligt, sondern in ihrer klassischen Abnehmer- bzw. Kundenfunktion. Bei den wis- 3 Zu den ,,creative commons" s. http://de.creativecommons.org und http://www.dipp.nrw.de/lizenzen 1420 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 11
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