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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

NOTIZEN Hamburg: ,,Read Speaker" im Webangebot der Öffentliche Bücherhallen Ab sofort bieten die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen (HÖB) einen neuen Service online auf ihrer Homepage an: Als erste Bibliothek in Deutschland ist es Usern auf der Homepage www.buecherhallen.de möglich, sich über den Internet-Dienst ReadSpeaker den Inhalt von Webseiten durch eine computer- gestützte Stimme vorlesen zu lassen. Sobald der User das auf der Webseite platzierte Lautsprechersymbol in den Bereichen Veranstaltungen, News, HÖB-Themen drückt, wird entweder die ganze HTML-Seite oder ein vorher markierter Text an den Internet-Dienst übertragen und in Sprache umgesetzt. Dieser Dienst erfordert keine Installation oder Herunterladen von Software auf dem heimischen PC. Große Teile der Bevölkerung können das Internet schwer oder kaum nutzen. Besonders betroffen sind davon stark Sehbehinderte, Legastheniker, funktio- nale Analphabeten, Menschen mit Behinderungen, mit nicht-deutscher Mut- tersprache. Hinzu kommen Millionen von älteren Menschen mit Leseschwie- rigkeiten und Hirngeschädigte. Durch das neue Angebot wird benachteiligten Menschen der Internetzugang erleichtert und die Gefahr verringert, dass ihre Benachteiligung sich weiter verschärft. ReadSpeaker Europe (www.readspeaker.de) ist in Skandinavien mit über 80 Kunden vom Königshaus über das Parlament, Behindertenorganisationen, bis zu Arbeitsämtern und Großstadtverwaltungen bereits sehr erfolgreich und ex- pandiert seit Anfang des Jahres in ganz Europa. Dieses neue Angebot ist ein weiterer Schritt zum barrierenfreiem Internetauf- tritt. Bereits seit 2001 präsentiert sich die Homepage der HÖB blindengerecht. Die HÖB und der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten-Verband entwickel- ten gemeinsam einen blindengerechten Auftritt, der sich durch den Verzicht auf Flash-Animationen und eine nachvollziehbare Navigation auszeichnet. Vom Großteil der Internet-User unbemerkt blieb die Navigation, die an spe- zielle Software angepasst wurde: Alle Grafiken und visuellen Navigationsele- mente sind mit Alternativtexten versehen, so dass diese mit speziellen Pro- grammen erkannt werden können. Mit geeigneter Hard- und Software können damit auch Blinde im Internet surfen. Dazu werden die Textinformationen von Webseiten in Brailleschrift übertragen und können über eine Zusatztastatur ertastet werden oder sie werden mittels Screenreader-Software vorgelesen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur barrierefreien Gestaltung für Websites von öffentlichen Behörden existiert bereits in mehreren Ländern. Gemäß der ,,Barrie- refreie Informationstechnik Verordnung ­ BITV" vom 17.7.2002 sind öffentlich- rechtliche Einrichtungen gehalten, ihre Webangebote barrierefrei zu gestalten und zu programmieren. 1162 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 9
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