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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Erwerbung Damit hier aber kein falscher Eindruck entsteht: Die Arbeit der SSG-Biblio- theken ist auf keinen Fall über Kritik erhaben. Im Gegenteil, eine kritisch- analysierende Begleitung durch die bibliothekarische Fachwelt hätte man sich zumindest seitens der Bayerischen Staatsbibliothek für dieses strategische Thema schon viel früher gewünscht. Dass die Diskussion erst in jüngster Zeit so richtig in Gang kommt, ist einerseits erfreulich, andererseits dominiert im Moment allzu sehr die allseits virulente defensive Frage, wo noch Einsparpo- tentiale vorhanden sind. Darüber wird vollständig vergessen, dass dieses äl- teste laufende Förderprogramm der DFG in wirtschaftlichen Notzeiten, näm- lich 1949, aufgelegt wurde und ­ welche Parallele zu heute ­ der Abhilfe eines akuten Mangels in der Literaturversorgung durch ein kooperatives Zusam- menwirken vernetzt arbeitender Partnerinstitutionen dienen sollte. Das Grund- anliegen und der Ansatz sind somit noch heute von höchster Aktualität. Die offensiven Fragen, die folglich zu stellen sind, müssten lauten: · Inwieweit wird ein SSG von der betreffenden Fachwelt überhaupt wahrge- nommen und in Anspruch genommen? · Wie sind Umfang und Qualität der Dienstleistungen der Sondersammelge- biete? · Wie repräsentativ und/oder der Nachfrage angemessen ist der Bestands- aufbau in den einzelnen Sondersammelgebieten? Die BSB, die diese Themen seit Jahren intern intensiv erörtert und versucht, einen systematischen, aber auch durchaus flexiblen und die unmittelbare 14 Nachfrage gezielt aufgreifenden Bestandsaufbau zu betreiben , ist jetzt und auch künftig offen für einen kritisch-konstruktiven Meinungsaustausch. Denn auch für dieses Thema gilt letztlich der im deutschen Bibliothekswesen schon so oft gehörte und geäußerte Satz: Nur was sich ändert, bleibt. 14 Seit Jahrzehnten werden systematisch die bei ihr aus ganz Deutschland einlaufen- den ,,roten" Fernleihscheine systematisch ausgewertet und auf ihre Beschaffbarkeit überprüft bzw. wo immer möglich, eine Beschaffung im Original und ­ in Ausnahme- fällen ­ auch in Kopie eingeleitet. Mit dem immer stärkeren um sich Greifen der On- line-Fernleihe sind nunmehr neue, die Qualität des Bestandsaufbaus überprüfende Vorgehensweisen gefragt. 1102 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 9
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