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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 38.2004 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung Fremddaten werden, wo immer es möglich ist, für die Erschließung herange- zogen. Die Daten der LC spielen dabei natürlich eine maßgebliche Rolle. Wenn dort ein Titel, auch in einer anderen Ausgabe, zu ermitteln ist, wird die Aufnahme in UK-MARC konvertiert und für die Katalogisierung genutzt. Es versteht sich von selbst, dass hier die Übernahme von LCSH und DDC von großer Bedeutung ist. Bei der Dewey-Dezimalklassifikation wird darauf geach- tet, dass es sich um die jeweils aktuellste Version handelt. Der Übergang der LC zu einer neuen Version der DDC (wie es bei der 22. Auflage der Dewey- Dezimalklassifikation im Juli 2003 der Fall war) wird mit jeweils geringer Ver- zögerung nachvollzogen. Da die Druckausgabe DDC 22 allerdings erst Ende des Jahres erschien, erfolgte der Wechsel in der BL erst zu Jahresbeginn 2004. Hier machte sich der bisher nur auf eine Testgruppe beschränkte Zu- gang zu WebDewey nachteilig bemerkbar. Der umfassende Einsatz dieses Arbeitsinstrumentes hätte einen früheren Start mit DDC 22 ermöglicht. Für die Zukunft ist eine Ausweitung der Arbeit mit WebDewey auf das gesamte Team geplant, was aber technisch erst gelöst werden wird, wenn der generelle Um- stieg der BL auf ein neues Katalogisierungssystem erfolgt. Für Sommer 2004 ist die Einführung von ALEPH geplant, von dem man sich große Fortschritte im Hinblick auf Komfort und Schnelligkeit erwartet. Neben der Suche im Datenbestand der LC erfolgt, insbesondere wenn man dort nicht fündig wird, auch eine Recherche in den mit UK-MARC arbeitenden großen britischen Universitätsbibliotheken und den Nationalbibliotheken von Irland, Schottland und Wales. Derartige Abfragen, Konvertieren in UK-MARC und einfache Update-Vorgänge, die keine detaillierten DDC- und LCSH-Kenn- tnisse erfordern, werden in der Regel von Anfängern und solchen durchge- führt, die nicht zu den ,,multi-skilled cataloguers" gehören. Auf diese Weise wird ein großer Teil des Materials, das nur geringfügige Änderungen gegen- über vorhandenen Fremddaten erfordert, in einem vereinfachten Geschäfts- gang sehr zügig katalogisiert. Eine verkürzte Form der Erschließung erfahren auch graue Literatur und reine Hochschul- und Institutsveröffentlichungen, also die Literatur, die außerhalb des Buchhandels erscheint. Hier erfolgt eine Erschließung nur über Dewey-Dezimalklassifikation. Es werden keine LCSH vergeben. Die Tiefe der DDC-Notationen war bisher auf die dritte Ebene be- grenzt. Da die Unzufriedenheit mit dieser Art der Erschließung innerhalb und außerhalb der BL groß war, strebt man zur Zeit unter Ausnutzung aller Perso- nalreserven und mit einem erhofften Rationalisierungsgewinn durch die Ver- wendung von WebDewey und ALEPH die Erschließung mit vollständigen DDC-Notationen an. 1078 BIBLIOTHEKSDIENST 38. Jg. (2004), H. 9
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