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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Ausland Athen und Thessaloniki haben beide Bibliotheken, die Informationen (Bücher, Videos, CD-ROM, CDs, Internet) über das aktuelle kulturelle Geschehen in Deutschland anbieten. Auch das bereits 1915 gegründete Institut Français d'Athènes (IFA) (www.ifa.gr) hat eine große Bibliothek mit 60.000 ME. Das British Council (www.britishcouncil.gr), das Ende 2002 in seine neu renovierten Räume ein- zog, hat seine Bibliothek zwar bewahrt, bietet aber nur noch englische Literatur und Materialien für den Spracherwerb an. Die Bibliothek des spanischen Insti- tuto Cervantes (www.cervantes.es) ist mit 15.000 ME vergleichbar den Be- ständen des Goethe-Instituts, ist räumlich jedoch wenig attraktiv im Keller des Gebäudes untergebracht. Die Bibliothek des Instituto Italiano (www.iic.gr) exis- tiert zur Zeit nur als kleiner Handapparat, da das eigentliche Gebäude seit Jah- ren renoviert wird und das Institut in einer Zwischenunterkunft untergebracht ist. Die Bibliothek der American-Hellenic Union ist ebenfalls seit Jahren im Stadium des Umbaus und nur begrenzt benutzbar. Das der amerikanischen Botschaft angegliederte US Information Resource Centre ist nicht öffentlich zugänglich, ist allerdings im Bereich der Bibliothekarischen Kontaktarbeit durch Präsentation von Seminaren u.ä. aktiv. Hervorzuheben ist an dieser Stelle noch die Bibliothek des Deutschen Archäo- logischen Instituts in Athen (www.dainst.de/de/abt/athen.html), das 70.000 Bände archäologische Fachliteratur Präsenzbestand für ein wissenschaftlich arbeitendes Publikum zur Verfügung stellt. Zusammenfassende Schlussbemerkung Vergleicht man die 1985 von Hans-Peter Thun erstellte Studie mit diesem Überblick, so wird deutlich, dass der Bereich der Wissenschaftlichen Bibliothe- ken den Anschluss an einen europäischen Standard inzwischen mehr oder weniger erreicht hat, während demgegenüber im Bereich der Öffentlichen Bib- liotheken bislang nur punktuelle Fortschritte erreicht worden sind. Hervorzu- heben ist das Engagement der zuständigen Staatssekretärin im Erziehungsmi- nisterium und einer kleinen, für Bibliotheken zuständigen Stelle im Nationalen Buchzentrum. Doch zwei staatliche Stellen zusammen mit einer Handvoll engagierter Bibliothekare leisten zwar wichtige Arbeit, vermögen jedoch nicht genug, um strukturelle Mängel und das weitgehende politische Desinteresse ausgleichen zu können. Diese problematische Ausgangslage behindert auch die Arbeit des Bibliotheksverbandes, der nach einer jahrelangen, schweren Krise nur langsam wieder eine aktive Rolle zu spielen beginnt. In dieser Situation haben sich die Bibliotheken der ausländischen Kulturinstitu- te zusammengeschlossen, um die strukturelle Entwicklung des Öffentlichen Bibliothekswesens zu unterstützen und sich möglichst öffentlichkeitswirksam 294 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 3
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