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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Erwerbung reichende Nutzung sicherzustellen. Dabei gilt jedoch: Je kürzer die Laufdauer ist, desto niedriger sollte die Präsenz sein [...]." 22 Dabei liegen folgende Rahmenbedingungen als gegeben zugrunde: · die Negativ-Entwicklung im Etat-Bereich: in den letzten 10 Jahren ist der Soll-Etat von einer halben Millionen Mark um 25% reduziert worden, beim letztendlich ausgegebenen Ist-Etat liegt die Reduzierung der Finanzmittel gar bei nahezu 40%. · die zugegangene Titelanzahl durch den Etat-Rückgang: Von ehemals zwi- schen 10.000 und 15.000 Neuerwerbungen im Jahr im Bereich Sachlitera- tur hat sich ­ auch unter Berücksichtigung der Haushaltssperren der letz- ten beiden Jahre ­ die Anzahl der Neuerwerbungen auf eine Zahl unter der 10.000-Grenze eingependelt. Dafür sind aber nicht nur die sinkenden Er- werbungsmittel allein verantwortlich, die Preissteigerungen am Medien- markt tragen einen gewichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei. Folgen für den Bestand sind, dass · auf die Staffelung von preisintensiven Lehrbüchern in der Zentralbiblio- thek [schwerpunktmäßig bis 2000] verzichtet wurde · aufgrund des sinkenden Etats der Kauf von Hardcover-Ausgaben ver- nachlässigt und oftmals auf die günstigere Taschenbuchausgabe zurückgegriffen wurde. Sinkende Erwerbungsmittel, höhere Medienpreise und geringerer Medienzu- wachs sind aber nur sekundär für die rückläufige Bestandsentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. Ohne aktive Bestandspflege im Sinne von Aus- sortieren [Abschreiben] oder Magazinieren der Titel [Removieren] durch die einzelnen Sachbearbeiter wäre diese quantitative Anpassung des Medienan- gebots nicht möglich geworden. Als quantitativ kann diese Bestandsanpassung deshalb bezeichnet werden, weil die Bestandspflege ganz unter den Vorgaben ,,hohe Aktualität und große Attraktivität" des Bestandes standen. Physische [optische bzw. ästhetische] und inhaltliche Kriterien bildeten und bilden hier die Grundlage der Bestands- pflege. Anders sieht es aus bei der Bestimmung der Gesamtbestandsgröße. Diese errechnet sich über die durchschnittliche Laufzeit der Medien multipliziert mit den durchschnittlichen Neuerwerbungen pro Jahr. Für den Gesamtbestand liegt die durchschnittliche Laufzeit bei 11 Jahren, eine Quote bezüglich der durchschnittlich neu erworbenen Exemplare lässt sich bei den momentanen Haushaltsschwankungen nur schwierig bestimmen. Legt man als Zahl der 22 ebd., S.1 1584 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 12
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