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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Deutsche Nationalbibliografie 2004 Kathrin Ansorge Die Deutsche Nationalbibliografie hat eine Geschichte hinter sich, die wohl einzigartig, aber eben auch typisch für Deutschland ist: Sie wurde erstmals 1931 veröffentlicht, herausgegeben von der Deutschen Bücherei Leipzig, die 1913 ihren Betrieb als die zentrale deutsche Archivbibliothek aufnahm. Sie erschien in den Reihen A (Neuerscheinungen des Buchhandels) sowie B (Neuerscheinungen außerhalb des Buchhandels), zeitgleich übernahm die Deutsche Bücherei Leipzig die Bearbeitung des ,,Halbjahresverzeichnisses der Neuerscheinungen des Deutschen Buchhandels" sowie des ,,Deutschen Bü- cherverzeichnisses". Nach der Teilung Deutschlands wurde 1947 die Deut- sche Bibliothek Frankfurt am Main gegründet, bereits am 12. Dezember 1946 war Redaktionsschluss für das erste Heft der ,,Bibliographie der Deutschen Bibliothek, Frankfurt am Main". Damit existierten in Deutschland zwei Biblio- theken, die die jeweilige Aufgabenstellung und Funktion einer Nationalbiblio- thek für die spätere DDR und die BRD übernahmen; es erschienen zwei nati- onalbibliografische Verzeichnisse, die inhaltlich nahezu identisch waren. Nach der Vereinigung der beiden Bibliotheken einschließlich des Deutschen Musikarchivs Berlin zu der Einrichtung ,,Die Deutsche Bibliothek" erschien am 3. Januar 1991 das erste Heft der neuen, gemeinsamen ,,Deutschen National- bibliographie und Bibliographie der im Ausland erschienenen deutschsprachi- gen Veröffentlichungen". Sie setzt sich aus Allgemein- und Spezialbibliografien zusammen, die in Rei- hen gegliedert sind und unterschiedliche Berichtszeiträume haben. Die ge- druckte Ausgabe in Heftform sowie die CD-ROM-Ausgaben werden von der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH verlegt. Zusätz- lich bietet Die Deutsche Bibliothek die Daten über ihre Zentralen bibliografi- schen Dienstleistungen an. Mit der Deutschen Nationalbibliografie erfüllt sie ihre durch das ,,Gesetz über die Deutsche Bibliothek" definierte Pflicht zur umfassenden Dokumentation des deutschen Schrifttums. So ist der Stand 2003. Im Hinblick auf neue Kommunikationstechnologien, die Verfügbarkeit von Netzen und nicht zuletzt im Spiegel der internationalen Entwicklung hat Die Deutsche Bibliothek seit geraumer Zeit Überlegungen angestellt, wie sie künftig ihren gesetzlichen Auftrag zur bibliografischen Ver- zeichnung erfüllen kann. Das wird zu entscheidenden Veränderungen führen, die ab 2004 wirksam werden. Grundgedanke der Neukonzeption ist, dass der gesetzliche Auftrag, alle deut- schen und deutschsprachigen Veröffentlichungen bibliografisch zu verzeich- BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 12 1547
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