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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN Der im Förderungsbereich ,,Modernisierung und Rationalisierung in wissen- schaftlichen Bibliotheken" der Deutschen Forschungsgemeinschaft einge- reichte Antrag ,,Umstieg auf internationale Formate und Regelwerke" geht von der Hypothese aus, dass durch die Migration nach MARC21/AACR2 die Übernahme von Fremddaten in deutschen Bibliotheken wesentlich vereinfacht und damit auch kostengünstiger gestaltet würde. Der durch die Migration in Aussicht gestellte Rationalisierungsgewinn in den einzelnen Bibliotheken muss ­ wenn er sich in Personal- und Mitteleinsparungen niederschlagen soll ­ jedoch so groß sein, dass dadurch auch der personelle und finanzielle Auf- wand für die Migration kompensiert wird. Dementsprechend konzentrierte sich die NRW-Umfrage auf die Punkte: Art und Umfang der gegenwärtigen Fremddatennutzung, Umfang des im Falle eines Umstiegs erforderlichen Schulungsaufwandes für die katalogisierenden Mitarbeiterinnen und Mitarbei- ter sowie lokale Kosten für die Umstellung der Bibliothekssoftware. Fremddatennutzung im HBZ-Verbund Im HBZ-Verbund werden Fremdleistungsangebote derzeit aus drei Quellen zur Verfügung gestellt, die von der (Erwerbungs-)Katalogisierung über die lo- kalen Katalogisierungsclients genutzt werden können und dort an einer zentralen Stelle im Workflow eingebunden sind. Es sind dies 1. der Datenbestand der Verbunddatenbank selber, derzeit etwa 12 Mio. Titelaufnahmen aus den Beständen der am HBZ-Verbund aktiv teilneh- menden Bibliotheken, 2. die nationalbibliographischen Dienste Der Deutschen Bibliothek, also die Deutsche Nationalbibliographie sowie aus ursprünglich MARC-basierten Systemen von Der Deutschen Biblbiothek nach MAB2 konvertierte Daten der British National Bibliography und Daten der Fa. Casalini libri, sowie 3. die Datenbestände der anderen deutschen Verbundsysteme, zurzeit BVB, GBV, KOBV. Der erstgenannte Bereich erfordert bei der Nachnutzung keinen bis geringen Aufwand (z.B. bei der Umarbeitung eines Titelsatzes auf eine aktuellere Aus- gabe des betreffenden Werkes etc.), weil die Datenstruktur hinsichtlich der hierarchischen Verknüpfungen und der Verknüpfungen zu den Normdaten die des HBZ-Verbundes ist. Die unter 2 genannten Dienste Der Deutschen Biblio- thek werden im HBZ in einem eigenen Datenbestand gespeichert, weil bei diesen Daten die genannten Verknüpfungsstrukturen nicht immer vorliegen. Die Datenbestände der anderen deutschen Verbundsysteme (Fremddaten- quelle 3) werden über Z39.50 zugänglich gemacht. Hier könnten auch nicht MAB2-konforme Datenbestände, z.B. die der Library of Congress, eingebun- den werden, wenn es gewünscht wird. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 11 1417
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