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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN wohl als ,,scheinselbständige" Werke gelten. Vielleicht liefert das neue Regel- werk dazu noch eine genauere Erklärung. Ein strittiges Thema bei der Katalogisierung unselbständiger Werke ist das Themenheft (einer Zeitschrift): Nach RAK-UW gilt das Themenheft als ,,un- selbständig erschienenes Gesamtwerk", obwohl es formal-analytisch be- trachtet eher ein ,,unselbständig erschienenes Begrenztes Sammelwerk" dar- stellt. Allerdings kann ein Aufsatz, der in einem Themenheft erschienen ist, nicht als ,,In:Themenheft-In:Zeitschrift" aufgenommen werden, sondern wird als ,,In:Zeitschrift" aufgenommen. Und damit der Themenheft-Titel nicht gänz- lich übergangen wird, kann er in der Aufsatzaufnahme nun Bestandteil der Gesamttitelangabe werden. Immerhin kann aber auch schon die ,,Gesamt"- Aufnahme des Themenhefts allein als ausreichend angesehen werden. Uneinigkeit besteht auch in der Frage, ob es bei mehrteiligen Werken sinnvoll ist, neben der Variante ,,Teilaufführung" auch die Variante ,,Stücktitelaufnahme mit Gesamttitelangabe" beizubehalten. Als Vereinfachung wird hier empfoh- len, bei mehrteiligen Werken nur die Form ,,Teilaufführung" vorzusehen und die Form ,,Stücktitelaufnahme mit Gesamttitelangabe" nur bei Serien zu ver- wenden. Dann ist der gegebene bibliographische Zusammenhang immer gleich genau zu erkennen. Fraglich ist bei mehrteiligen (wie bei mehrbändigen) Werken die Definition der Aufnahmeeinheit. Soll es eine Aufnahme für das mehrteilige Werk sowie ein- zelne untergeordnete Aufnahmen für die einzelnen Teile geben oder soll es nur einzelne gleichgeordnete Aufnahmen geben, die alle Angaben zum mehr- teiligen Werk und jeweils die für den einzelnen Teil zutreffenden Angaben ent- halten? Als Vereinfachung wird hier empfohlen, ,,flache Hierarchien" (auch bei Zwischenstufen) zu bestimmen, weil diese wohl eher den konkreten Gegeben- heiten der Vorlagen entsprechen. Sobald mit dem neuen Regelwerk eine ausreichende Basis für die Katalogi- sierung unselbständiger Werke gegeben ist, wird auch das korrespondierende Datenformat entsprechend ergänzt werden können. Für das Datenformat ist ja ohnehin eine Überarbeitung geplant, um ebenfalls eine Angleichung an in- ternationale Standards zu erreichen. Die Änderungen des Datenformats, die für die Erfassung unselbständiger Werke erforderlich sind, beschränken sich dabei auf nur wenige zusätzliche Felder und beziehen sich eher auf die struk- turelle Ebene. Das ergänzte Datenformat wird dann eine entsprechende Anpassung der Anwendungsprogramme in den Katalogisierungssystemen erlauben. Und alles im Interesse der Katalogbenutzer, damit sie ganz leicht die zudem ganz leicht verständlichen Titelaufnahmen auch von unselbständigen Werken finden, die ihnen zu ihrem Glück gerade noch gefehlt haben. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 2 187
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