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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Politik THEMEN Raubgutes durch Hinweis auf dessen Nähe zum Verlust von Hausrat (s. Vor- stands-Protokoll vom März 2000). Frau Lux sagt zu, dieses im DBV zu thema- tisieren. ­ Der Widerspruch zwischen den Darstellungen von H. König (mögli- che Rückforderungen der OFD) und der Aussage von O. Werner (gesetzlich festgeschriebene 30jährige Verjährungsfrist) konnte in diesem Rahmen nicht aufgeklärt werden. ­ Veronica Albrink (UuLB Bonn) versucht, alle Aktivitäten in den Bibliotheken zusammenzutragen, und bedauert, dass eben nicht aktiv darüber informiert wird, wenn überhaupt gesucht wird. Sie hofft nun auf weite- re Nachrichten. 3. Themenkreis: Grundlagen, Techniken, Beispiele bibliothekarischer Provenienzverzeichnung Über Grundlagen und Techniken der Provenienzverzeichnung in Bibliotheken referierte Jürgen Weber von der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (HAAB) in Weimar. Eine Provenienzinformation bestehe aus zwei Komponenten: Namen von Vorbesitzern (Personen, Institutionen) und Evidenzen, die beide den Pro- venienzbefund ausmachen. Zu den Evidenzen zählen (1) Besitzkennzeichen: z.B. Autogramme, Exlibris, Initialen, Monogramme, Stempel, Widmungen, Wappen; (2) Lesespuren: z.B. Lesezeichen, Lesedatum, Marginalien, Merkzei- chen, Notizen, Unterstreichungen; (3) Exemplartypen: z.B. Aussonderungs- exemplare, Donatorenexemplare, Rezensionsexemplare, Widmungsexempla- re, Zensurexemplar. Solche Typen (association copies) bezeichnen die Funk- tion einzelner Buchexemplare und definieren die ideelle Beziehung zwischen dem Vorbesitzer und seinem Exemplar. Im Unterschied zur Formal- und Inhaltserschließung gibt es kein Regelwerk für die exemplarspezifische Erschließung, deren Aufgabe u.a. die Provenienzer- schließung ist. Angaben, wo und wie man Provenienzen zu verzeichnen habe, finden sich international allenfalls in den Regeln für den Verfasser- bzw. Al- phabetischen Katalog. Logischer Ort sind hier die ,,note area" bzw. die Fußno- ten, die in der Regel nicht recherchierbar und deren Handhabung und Ord- nung nahezu beliebig sind. Einen Grund dafür sieht Jürgen Weber in Struktur und Design des alten Datenformats ,,Zettel", die ohne Weiteres in die elektro- nischen Formate mit den entsprechenden OPAC-Darstellungen übernommen wurden. Im PICA-Datenformat des GBV (in den die HAAB katalogisiert) wer- den die Provenienzen seit 1997 als exemplarspezifische Schlagwörter (in Ket- tenform) recherchierbar eingetragen, allerdings auf der Exemplarebene. Dies bedeutet, dass ­ aus technischen Gründen ­ eine überregionale Recherche bei den Verbundteilnehmern zurzeit nicht möglich ist, sondern jeweils über den OPAC der verzeichnenden Bibliothek erfolgen muss. Seit 2002 arbeitet eine größere Anzahl von GBV-Bibliotheken nach dem Weimarer Modell der BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 10 1297
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