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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung Beurteilung des Projektes aus Sicht der Beteiligten Die fachliche Herausforderung in den vergangenen 7 Jahren war gleichblei- bend, abgesehen von technischen Umstellungen und Ausfallzeiten des EDV- Systems. Das Retrokonversionprojekt stand von Anfang an unter finanziellem und zeitlichem Druck, deshalb wurden alle Planungen und Aktivitäten darauf ausgelegt, einen möglichst effizienten Mitteleinsatz zu gewährleisten. Die Pla- nung und Ausführung lag während der gesamten Projektlaufzeit in der Hän- den der Diplombibliothekarinnen, denen ein großer Entscheidungsspielraum gewährt wurde. Die ursprüngliche Planung wurde von ihnen in regelmäßigen Abständen überprüft und mit anderen Vorgängen in der Bibliothek ab- gestimmt. Verantwortlichkeiten und Aufgaben wurden von den beteiligten Dip- lombibliothekarinnen selbstständig und einvernehmlich im Team verteilt. Un- terschiedliche Auffassungen zur Qualität und Quantität der zu erbringenden Leistung wurden mit der Bibliotheksleitung diskutiert und ein Konsens er- reicht. Bedenken und Kritik wurden dem Ziel, den Gesamtbestand der Univer- sitätsbibliothek möglichst schnell elektronisch den Benutzern des OPACS zur Verfügung zu stellen, hinten angestellt. Eine besondere Herausforderung stellten die studentischen Hilfskräfte dar. Gerade in der Endphase des Projektes führte das Auslaufen von lange beste- henden Verträgen dazu, dass studentische Hilfskräfte mit wenig Erfahrung im Bibliotheksbereich auch zur Erstellung von neuen Titelaufnahmen und zur Re- cherche in Sonderbeständen, wie z.B. Schulbüchern und der Bibliothek der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, herangezogen werden mussten. Erschwerend kamen Sprachbarrieren hinzu, die durch ein einge- schränktes Bewerberangebot nicht im Vorfeld verhindert werden konnten. Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, in dem Projekt Retrokonversion ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Das Arbeitsklima war geprägt von großem Arbeitseinsatz und Arbeitsfreude, trotz oder gerade wegen der multi- kulturellen Personalzusammensetzung. Bis auf wenige Ausnahmen konnte allen Beteiligten deutlich gemacht werden, welche Anforderungen und Leis- tungen von ihnen erwartet werden. Die Erwartungen wurden in den allermeis- ten Fällen erfüllt, teilweise übertroffen. In jedem Einzelfall konnte vom Zeit- punkt der Aufnahme der Tätigkeit in der Retrokonversion eine positive Lern- kurve mit stetiger Leistungssteigerung beobachtet werden. Die am Projekt Retrokonversion beteiligten Diplombibliothekarinnen und stu- dentischen Hilfskräfte haben mit ihrer Arbeit einen weiteren Schritt zur Ver- besserung der Dienstleistungen der Universitätsbibliothek Dortmund ge- macht. Die Katalogsituation hat sich deutlich verbessert, der Zettelkatalog mit Literaturnachweisen mit Erscheinungsjahren vor 1983 ist abgebaut. Der Ge- samtbestand ist online erschlossen. Die Bibliotheksbenutzer erhalten in ihrer Kontenübersicht und auf den Benachrichtigungen der Bibliothek neben 1248 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 10
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