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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN Die Arbeit in der Retrokonversion Zeitgleich mit der Retrokonversion vor Ort wurde das Projekt Retrokonversion des Zentralkatalogs NRW 1800­1975 begonnen, bei dem die Firma DMP die Bestände der nordrhein-westfälischen Bibliotheken im Online-Katalog zu- gänglich machte. Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Lan- des Nordrhein-Westfalen stellte zusätzliche Geldmittel für die Einstellung von studentischen Hilfskräften in den beteiligten Bibliotheken des HBZ-Verbundes zur Verfügung. Da die Bestände der Zentralbibliothek in hohem Maße iden- tisch sind mit Beständen anderer nordrhein-westfälischer Bibliotheken, und gerade in der Anfangsphase Signaturengruppen mit hoher Ausleihfrequenz vorrangig bearbeitet wurden, waren hohe Trefferquoten (bis zu 90%) bei der Recherche in der Datenbank des HBZ-Katalogs an der Tagesordnung. Schwierigkeiten bereitete die zunehmende Treffermenge je Suchanfrage durch die offline erfassten DMP-Aufnahmen, die in größeren Zeitabständen eingespielt wurden. Die Identifizierung einer Titelaufnahme als relevanten Nachweis für den Dortmunder Bestand wurde erschwert (Kriterien: Vollstän- digkeit und Richtigkeit der Titelaufnahme, Mehrheitsaufnahme, evtl. bereits Dortmunder Bestand nachgewiesen u.a.). Der Eingabe voran ging jeweils eine Revision des Bestandes am Regal, und je nach Vorgaben durch die beteiligten Fachreferenten eine Identifizierung von Dubletten und ggf. das Ausscheiden von nicht mehr benötigter Literatur. Ins- gesamt wurden seit Mai 1996 367.910 Bände eingegeben, 73.188 Bände wurden ausgeschieden. Das bedeutet, 5.252 Bände wurden durchschnittlich pro Monat seit Mai 1996 bearbeitet, die studentischen Hilfskräfte bearbeiteten pro Stunde 13,5 Bände. Der Aufwand für Auswahl, Schulung und Beratung der studentischen Hilfskräfte durch die Diplomkräfte wurde nicht gesondert erfasst und war auch individuell sehr verschieden. Die Diplomkräfte der Retrokonversion beteiligten sich mit 30.431 Bänden an der Erfassung des Gesamtbestandes, viel Zeit wurde in der Anfangsphase darauf verwendet, an Hand von Ausdrucken mit Kurztitelangabe, Signatur und Mediennummer Korrektur zu lesen. Nur die kor- rekte Eingabe von Signatur und Mediennummer, letztere notwendig für die elektronische Ausleihverbuchung, gewährleistet den Übergang der Titel auf die vorhandenen Ausleihdatensätze durch Updates in den lokalen OPAC. Fal- sche Titelverknüpfungen wurden erkannt und konnten sofort korrigiert wer- den. Ungereimtheiten und besonders schwierige Aufnahmen, auch mehrbän- dige Werke, konnten beim Korrekturlesen erkannt und gleich endgültig bear- beitet werden. Die Quote der im HBZ nicht verzeichneten Titel lag unter 10% des gesamt zu erfassenden Bestandes. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 10 1247
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