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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN Normdaten. Die Sitzung diente dazu, eine letzte Entwurfsfassung nochmals durchzugehen. Der Text wird zur Zeit auf der Grundlage der Sitzungsergeb- nisse nochmals von Tom Delsey (dem Consultant) überarbeitet. Er soll zu- nächst der Division Bibliographic Control zur Stellungnahme vorgelegt wer- den, bevor das Modell einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wird. Nach ei- ner umfassenden Diskussion in der Fachöffentlichkeit und der endgültigen Verabschiedung durch die Division soll das Modell als offizielles IFLA- Statement veröffentlicht werden. Auf der IFLA-Konferenz in Oslo 2005 soll FRANAR im Rahmen eines IFLA-Workshops bzw. einer Pre-Conference vor- gestellt werden. Projekt VIAF (Virtual International Authority File) Am Rande der IFLA-Konferenz haben die Library of Congress, OCLC und Die Deutsche Bibliothek die Kooperationsvereinbarung für ein gemeinsames Pro- jekt zum Aufbau eines ,,Virtuellen Internationalen Authority File" (VIAF) unter- zeichnet. In dem Projekt sollen die Personennamen des Library of Congress Name Authority File (LCNAF) sowie der deutschen Personennamendatei (PND) anhand der damit jeweils verbundenen Titeldaten der Library of Con- gress, Der Deutschen Bibliothek und des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB) abgeglichen und in einem Virtuellen Internationalen Authority File dauerhaft miteinander verbunden werden. Hierbei soll nicht auf gemeinsame Anset- zungsformen hingearbeitet werden, sondern ­ unabhängig von der für Katalo- gisierung oder Recherche gewählten Namensform ­ über eine Zusammenfüh- rung der unterschiedlichen Ansetzungsformen sowie der jeweiligen Norm- datennummern in einer gemeinsamen Datei ein ,,Crosswalk" zwischen den Normdateien hergestellt und und eine gemeinsame Nutzung ermöglicht wer- den. Die Identitätserkennung zwischen LCNAF-Sätzen und PND-Sätzen wird unter Zuhilfenahme von Titelsätzen erfolgen. Der Abgleich der Daten wird vor- aussichtlich noch in diesem Jahr von OCLC durchgeführt. Der VIAF soll es den Nutzern ermöglichen, mit allen in den nationalen Norm- dateien nachgewiesenen Namensformen zu suchen und auf die jeweils zuge- hörigen Titeldaten zugreifen zu können. Damit können auch die bestehenden Barrieren aufgrund unterschiedlicher Sprache oder Schrift überwunden wer- den. Die Verbindung deutscher und amerikanischer Normdaten für Personen stellt einen Anfang dar, mit dem die Durchführbarkeit des Konzepts bewiesen werden soll. Danach sollen weitere Arten von Normdaten (zum Beispiel Ge- ographika) sowie weitere nationale Normdateien folgen. Der VIAF wird nicht nur den Benutzern in Bibliotheken dienen, sondern stellt gleichzeitig einen wichtigen Baustein zur Schaffung des Semantic Web dar. Die IFLA-Sektion Katalogisierung sowie die Arbeitsgruppe FRANAR setzen BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 10 1239
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