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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Ausland Zentrale Vereinbarungen mit den öffentlichen Bibliotheken des Landes zwecks Erfassung der Ausleihen ab. Um Entleihungen in statistisch relevan- tem Umfang zu verzeichnen, war zunächst vorgesehen, eine größere Zahl von Bibliothekssystemen in das Programm einzubeziehen. Aus Kostengründen stimmte man schließlich einer Reduzierung auf 25 zu, die dann vor einigen Jahren auf 30 (Zentralen mit Zweigstellen) erhöht wurde. Damit auch regionale oder soziale Eigentümlichkeiten minimiert werden, ist in dreijährigem Turnus eine Rotation der an der Erhebung beteiligten Bibliotheken vorgesehen. Für die jüngste Auswertung, die den Zeitraum Juli 2001 bis Juni 2002 umfasste, sind 479 Bibliotheken in allen vier Landesteilen (England, Schottland, Wales, Nordirland) in die Datenerhebung einbezogen worden. Etwa 15 Prozent aller Ausleihen werden damit erfasst, womit eine hinreichend aussagekräftige Ba- sis zur Berechnung der Autorentantieme vorliegen dürfte. Die über die ISBN erfassten Ausleihvorgänge (die Mehrzahl entfällt auf die Sektion Belletristik, während Sachbücher nur einen Anteil von etwa 25 Prozent ausmachen) wer- den dann auf die Gesamtzahl der Ausleihen an allen öffentlichen Bibliotheken des Landes hochgerechnet. Die erste Auswertung (1982/83) erfasste lediglich rund 3 Mio Buchausleihen, aus denen nach Bekanntgabe der von der Regierung bereitgestellten Förder- summe ein Vergütungsbetrag je Ausleihe errechnet wurde. Um Bestseller- Autoren nicht auch noch in größerem Umfang mit öffentlichen Geldern zu verwöhnen, einigte man sich auf einen maximalen Ausschüttungsbetrag, der anfangs bei 5.000, seit einigen Jahren bei 6.000 Pfund liegt. Als erste Zuwei- sung stellte die Regierung 1983 einen Betrag von 2 Mio Pfund bereit. Nach Abzug der Verwaltungskosten konnte die PLR-Agentur im Februar 1984 die ersten Schecks an die damals 6.100 Wahrnehmungsberechtigten in die Post geben. Anfangs wurden nur Autoren berücksichtigt, später kamen auch Her- ausgeber, Illustratoren und Übersetzer als Wahrnehmungsberechtigte hinzu. Letztere erhalten jedoch nur 20 bzw. 30 Prozent der den Autoren zustehenden Vergütung je Ausleihe. Die jährlich stattfindende Erhebung berücksichtigt nur Bücher, während Beiträge in Zeitschriften, Noten und Amtsdruckschriften so- wie elektronische Publikationen nicht zählen. Auch Nachschlagewerke, die in den Räumen der Bibliotheken konsultiert werden, bleiben unberücksichtigt. Seit Einführung des PLR ist die Zahl der Wahrnehmungsberechtigten jährlich um ca. 1.500 angestiegen, sie hat jetzt 35.000 überschritten. Die 20. Aus- schüttung an die Autoren erfolgte im April 2003. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Vergütung je Ausleihe von 2,67 auf 4,21 Pence erhöht werden. Zur Verteilung kamen in diesem Jahr erstmals rund 7 Mio Pfund. Das ist gegen- über der im Vorjahr von der Regierung bereitgestellten Summe (5,2 Mio Pfund) eine deutliche Erhöhung. Der Sprecher der ,,Society of Authors" be- grüßte diese Anpassung als längst überfälligen Inflationsausgleich. Diesmal 1214 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 10
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