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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung der Aufnahme ab. Unterstützt werden sie durch Anschauungsbeispiele und viele praktische Übungen. Selbstständige Lernende brauchen gut aufbereiteten Lernstoff, den sie sich selbst aneignen können. Für sie sind Lernprogramme mit sofortiger Rückmel- dung am besten geeignet. Auch Aufgabenstellungen, bei denen sie die Regeln selbst erarbeiten müssen, helfen ihnen. Für unselbstständige Lernende ist der Kontakt mit Mitlernenden wichtig. Gruppenaufgaben können in Diskussionsforen durchgeführt werden. Sie brauchen genaue Anweisungen, was sie zu tun haben. Der Kontakt mit einem Tutor mittels E-Mail kann helfen, Ängste abzubauen. Die Anerkennung in der Gruppe sorgt für positive Verstärkung. 5. Motivierung Die Motivation ist die Wechselwirkung zwischen der Erwartung, eine Aufgabe positiv zu erfüllen und dem Wert, den die Aufgabe für den Lerner hat 37. Grö- ßere Motivation bedeutet meist einen besseren Lernerfolg. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen intrinsischen und extrinsischen Motiven. Intrinsi- sche Motive ergeben sich aus dem Material an sich. Extrinsische Motive sind von außen gegebene. Daneben gibt es ,,Hygienefaktoren", die das Lernen an sich noch nicht fördern, deren Abwesenheit aber störend wirkt. Die ARCS-Motivationstheorie von John Keller ist die am meisten angewandte Theorie zum Einbau und zur Überprüfung von motivierenden Faktoren. John Keller formulierte vier wesentliche Kategorien der Motivation: Aufmerksamkeit, Relevanz, Vertrauen und Zufriedenheit (attention, relevance, confidence, satis- faction). Aufmerksamkeit erzielt man durch Präsentationen, die neugierig ma- chen, Relevanz bedeutet Anknüpfen an Bekanntes. Vertrauen wird aufgebaut, wenn die Lernenden wissen, was von ihnen erwartet wird und nach welchen Kriterien sie bewertet werden. Zufriedenheit bekommen die Lernenden, wenn sie das neu Gelernte schnell in echten oder wirklichkeitsgetreuen Situationen anwenden können 38, 39. Diesen Punkten soll noch ein weiterer hinzugefügt werden: Freiheit. Die Lernenden dürfen sich nicht manipuliert fühlen, sie müs- sen merken, dass sie zu jeder Zeit ihre Lernfortschritte selbst bestimmen kön- nen. 37 Davies, Matthew L.; Crowther, David E. A.: The benefits of using multimedia in higher education: myths and realities. In: Active Learning 3 (1995) S. 3­6 38 Carr, Amy M.; Carr, Chad S.: Instructional Design in Distance Education (IDDE). 2000. ­ URL: http://ide.ed.psu.edu/idde/tree/treef.asp (23.4.2003) 39 Williams, Marcia L.; Paprock, Kenneth; Covington, Barbara: Distance Learning: the essential guide. Thousand Oaks, Calif.: SAGE Publ., 1999. ­ ISBN 0-7619-1442-0 1106 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 8/9
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