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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung Zusammenarbeit mit Experten der ZDB (Zeitschriftendatenbank) und der AGDBT (Arbeitsgemeinschaft der Datenbankteilnehmer) vorgenommen. Zu- nächst wurde eine Bestandsaufnahme der bestehenden Regelungen für Zeit- schriften und mehrbändige begrenzte Werke gemacht. Ein wesentlicher Unterschied für das Splitting bei mehrbändigen begrenzten Werken besteht darin, dass AACR2 bei mehrteiligen Monographien im Ge- gensatz zu RAK-WB innerhalb einer Ausgabe nicht splittet, auch wenn eine Änderung des Hauptsachtitels auftritt. Selbst Änderungen in der Verantwort- lichkeit bei Verfassern und Körperschaften führen nicht zu einer neuen Entität. In den LCRI gibt es keine Abweichung davon, dort werden lediglich Präzisie- rungen der Regel aufgeführt. Die AACR2-Praxis führt bei mehrbändigen begrenzten Werken zu weniger Splits als die RAK-WB-Praxis. Bei den Bestimmungen für die Definition von Titeländerungen fortlaufender Sammelwerke ist auf deutschsprachiger Seite außer den RAK-WB noch das ,,Format und Konventionen für die Zeitschriften-Titelaufnahme in der ZDB (ZETA)" heranzuziehen. Auf internationaler Seite sind außer den AACR2 die Library of Congress Rule Interpretations (LCRI) und das CONSER Cataloging Manual sowie die ISBD(CR) zu berücksichtigen. Direkte Vergleiche ergaben in 38 Fallgruppen 15 identische Regeln für die De- finition von Titeländerungen und 10 teilweise identische. Nur in 15 von 38 Ti- teländerungen bleiben die Entitäten gleich. 9. Auswirkungen auf die ZDB Bei einem Umstieg auf AACR2 ist nicht damit zu rechnen, dass rückwirkende Anpassungen, d.h. Splitanpassungen in der Datenbank, wegen der damit ver- bundenen Bestandssätze möglich sein werden. Anpassungen könnten allen- falls ab einem Umstiegszeitpunkt bei ganz neuen Zeitschriftentiteln in der Zu- kunft und bei aktuell auftretenden Titeländerungen vorgenommen werden. Dabei ist aber immer die Verflechtung der betroffenen Datensätze mit weite- ren Datensätzen zu berücksichtigen. Langfristig ist eine Reform der geltenden Splitregeln und Annäherung an die angloamerikanischen Splitregeln denkbar, wobei das Ziel verfolgt werden soll- te, zu weniger Splits zu kommen. 1086 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 8/9
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