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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN zur Monographienakzession war das Zeitschriftenerwerbungssystem nahezu vollständig neu zu entwickeln.12 Zunächst einmal waren zusätzliche Satztypen (Zeitschriftenexemplarsätze, Zeitschriftenbandsätze) und zusätzliche Datenfelder (Kategorien) einzuführen. Für die automatisierte Zeitschriftenverwaltung ist pro Zeitschrift und Exemplar ein Exemplarsatz erforderlich, in dem alle exemplarspezifischen Daten wie Kostenstelle, Standort und Lieferant festgehalten werden. Für jeden neuen Jahrgang muss ein Bandsatz angelegt werden, der Grundlage für die Heftein- gangskontrolle und die Rechnungsbearbeitung ist und auch für die Bindever- waltung weiterverwendet wird. Die Zeitschriftenverwaltung konnte durch das Anlegen verschiedener Makros (sogenannte ,,Flexe") z.B. zum Heftnachtra- gen, für die Heftausleihe, für die Umlauf- und die Buchbinderverwaltung sowie die Ausgabe von statistischen Listen gemäß den Anforderungen des Ge- schäftsganges angepasst werden. Als Besonderheit wurde auch ein vollstän- diges Kardexblatt simuliert, das die Angaben aller Jahrgänge anzeigt, wäh- rend im Bearbeitungsmodus nur der jeweilige Bandsatz zu sehen ist. Die Umstellung von der manuellen zur automatisierten Erwerbung erfolgte ab Juni 2001 sukzessive beim Eintragen der neu zugegangenen Hefte ­ auf eine systematische Konversion konnte verzichtet werden.13 Die Arbeitsgänge der Zeitschriftenakzession sind durch Automatisierung ­ im Gegensatz zur Mo- nographienakzession ­ weitgehend unverändert geblieben, nur dass nun alle Angaben in das Zeitschriftensystem anstatt in den Kardex eingetragen wer- den. Vereinfacht hat sich jedoch auch die Rechnungsbearbeitung zum Jah- resende, die früher umfangreiche Karteiarbeiten mit sich brachte sowie die Bearbeitung von Mehrfachexemplaren, die nun in einem Schritt bearbeitet werden können. Vollständig verändert hat sich der Nachweis der gebundenen wie der ungebundenen Zeitschriften. War früher im OPAC nur anhand der of- fenen Bandaufführung zu erkennen, dass eine bestimmte Zeitschrift fortlau- fend abonniert ist, so ist heute im OPAC direkt vermerkt, welches Heft als letztes eingegangen ist, welche Bände bereits im Regal stehen und welche Jahrgänge sich beim Buchbinder oder im Geschäftsgang befinden. Die Zei- ten, in denen nach am Regal nicht auffindbaren Bänden in einem zwar ausge- 12 Das Erwerbungsmodul ORDER kannte noch keine Zeitschriftenkomponente, wie auch Weippert / Koczian a.a.O. S. 144 beklagen; auch im Rahmen des Systems a99 sind lediglich rudimentäre Komponenten eines Zeitschrifterwerbungssystems ent- halten. 13 Dies setzt eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Zeitschriftenbelieferung voraus, eine Voraussetzung, die in großen Bibliotheken möglicherweise nicht immer gegeben ist. Vgl. dazu: Sobottka, Gabriele: Die Zeitschriftenstelle oder Wann, wenn nicht jetzt?, in: Positionen im Wandel. Festschrift für Bärbel Schubel, Freiburg, 2002, S. 192 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 8/9 1051
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