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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN in die Haushaltsüberwachungsliste (HÜL) gebucht werden. Die Programmie- rung einer Schnittstelle würde weniger technische als organisatorische Anfor- derungen stellen, denn bei der Einarbeitung stehen die tatsächlichen Preise ­ sofern in Fremdwährung fakturiert wurde ­ noch nicht fest, ebenso kann es zu Abweichungen zwischen dem Inventarisierungs- und dem Haushaltsjahr kommen. Da letztendlich nur die anhand der Kassenbuchführung verprobten HÜL-Daten verbindlich sind, müssten ­ um Differenzen zwischen Erwer- bungssystem und HÜL auszuschließen ­ die Erwerbungsdaten jeweils rück- wirkend geändert werden. Schließlich würde der Geschäftsgang durch das Ansiedeln vieler dem Haushalts- und Kassenrecht geschuldeten Arbeitsgänge aufgebläht und der Buchdurchlauf verzögert werden. Ebenfalls völlig geändert hat sich der Arbeitsablauf der Titelaufnahme. War früher die Titelaufnahme der Ort, an dem der Nachweis im Katalog erfolgte, so ist der Katalognachweis ­ wenn auch mitunter in rudimentärer Form ­ bereits bei der Bestellung erfolgt. Dennoch muss jede Titelaufnahme nochmals in der Verbunddatenbank aufgerufen werden um Zugangsnummer, die systemati- sche Signatur sowie das Schlagwort einzufügen und um ­ in den meisten Fäl- len ­ die ohne Autopsie angelegten Bestellaufnahmen ,,hochzukatalogisieren". Zwar wird das Einfügen des Schlagwortes und der Signatur direkt durch den Fachreferenten vorgenommen,9 jedoch ist der Anteil der Titelaufnahmen, die nur als Bestellaufnahmen vorliegen so hoch, dass ein zweistufiges Verfahren im Vergleich zu einer vollständigen Integration der Arbeitsplätze10 sich als günstiger erwiesen hat. Dieses Abweichen vom ,,reinen Integrationsideal" mag jedoch auch an den Besonderheiten einer vergleichsweise kleinen und sehr nutzernahen Bibliothek liegen: Zum einen erfolgen die Bestellungen stets zum frühestmöglichen Zeitpunkt, wenn häufig weder eine Verbundaufnahme noch bibliographisch exakte Verlagsangaben vorliegen, andererseits ist die Gefahr 11 von langen Liegezeiten und Bücherhalden in einer kleinen, übersichtlichen Bibliothek, in der jeder Mitarbeiter auf den Schreibtisch des anderen sehen kann und Bücher direkt ohne Zwischenstufen weitergegeben werden, empi- risch gering. Arbeitsersparnis und neue Geschäftsgänge Wenngleich der Wegfall von Schreib- und Karteiarbeiten die Arbeit wesentlich vereinfacht hat, so hat sich der Arbeitsanfall bei der Monographienakzession 9 Vgl. zu dieser Problematik: Halle, Axel, a.a.O., S. 248, 250 10 Vgl. Siebert a.a.O. S. 237f. 11 Lange Liegezeiten gelten in der Literatur zurecht als Hauptursache für lange Bear- beitungszeiten. Vgl. Kirchgässner a.a.O. S. 93; Halle a.a.O. S. 248 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 8/9 1049
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