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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Bibliotheken 2. 6 Es liegt nahe, dass auch seit langem gute und intensive Beziehungen zwischen der Staatsbibliothek und Herrn Saur sowie seinem Verlag gepflegt wurden. Diese Kooperation hat dazu geführt, dass heute eine ganze Reihe von gemeinsamen Verlagserzeugnissen vorliegen, von denen hier in den Vitri- nen einiges präsentiert wird. Dabei geht es um große mehrbändige Werke wie auch um Einzelveröffentlichungen, um wichtige Mikrofiche-Editionen sowie um moderne CD-ROM-Ausgaben. Zu nennen sind als erstes Veröffentlichun- gen des Verlages, herausgegeben von der Abteilung Überregionale Bibliogra- phische Dienste: so beispielsweise die CD-ROM-Ausgabe der großen deut- schen Zeitschriftendatenbank (ZDB) oder die vielbändige Internationale Bib- liographie der Bibliographien 1959 bis 1988. Weiterhin erscheint jährlich der neueste Band der Bibliographia Cartographica, zusammengestellt von der Kartenabteilung, nun bald schon im dreißigsten Jahr. Vor wenigen Jahren be- gonnen wurde die Reihe ,,Musikhandschriften der Staatsbibliothek zu Berlin". Die großen handschriftlichen Sammlungen bedeutender Komponisten ­ Auto- graphe und Abschriften ­, als besonders kostbarer Schatz in der Musikabtei- lung aufbewahrt, werden erstmals verfilmt und damit gesichert sowie durch eine Mikrofiche-Edition des Verlages Saur verbreitet. Die einzigartige Bach- Sammlung und die Telemann-Sammlung liegen verfilmt vor, mit der Beetho- ven-Sammlung wurde begonnen, die Kollektionen zu Mendelssohn-Bartholdy, Mozart, Carl Maria von Weber werden folgen. Bemerkenswert ist, dass es in guter Zusammenarbeit mit der Krakauer Bibliothek gelungen ist, auch die dort noch befindlichen Teilbestände der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek in die Verfilmung einzubeziehen. Wichtig zu erwähnen, bleibt die große Unterstützung des Instituts für Biblio- thekswissenschaft der benachbarten Humboldt-Universität durch Herrn Saur. Zum einen hat er dem Institut die Klaus G. Saur-Bibliothek gestiftet mit der Übereignung eines Exemplars der gesamten für die Ausbildung der Bibliothe- kare relevanten Verlagsproduktion, zum anderen nimmt sich dieser vielbe- schäftigte, unentwegt reisende und in München wohnende Verleger die Zeit für seine regelmäßigen Lehrveranstaltungen in Berlin. Dabei gibt er seine rei- chen Erfahrungen und Kenntnisse an die künftigen Bibliothekare weiter, die dieses praxisbezogene Lehrangebot ganz außerordentlich zu schätzen wissen. Dass Herr Saur seit vielen Jahrzehnten wie kaum ein anderer Verleger intensiv die Kontakte nach Ostdeutschland gepflegt hat, ist ebenfalls rühmenswert. Natürlich stand alljährlich im Mittelpunkt die Leipziger Buchmesse, dann be- suchte er aber auch die Deutsche Bücherei und hielt Kontakt zum östlichen Teil unser inzwischen vereinigten Staatsbibliothek; so hat er zum Beispiel das schöne Büchlein meines früheren Ostberliner Amtsvorgängers Horst Kunze 894 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 7
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