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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek 14 und BioMed Central , einem Online-Verlag für die Fachgebiete Biologie und Medizin, wird dieses Finanzierungskonzept ergänzt durch die Möglichkeit ei- ner institutionellen Mitgliedschaft von Hochschulen. Universitäten können für ,,ihre" WissenschaftlerInnen eine Publikationsmöglichkeit in den verlagseige- nen Zeitschriften erwerben. Bei BioMed Central machen derzeit etwa 100 In- stitutionen von diesem Angebot Gebrauch. Als zusätzlicher Finanzierungs- baustein wird Firmen Werbefläche auf den Seiten des Online-Verlages ange- boten. Die Autoren behalten die Rechte an ihrer Publikation und bei BioMed- Central ist eine Veröffentlichung als Preprint möglich. Zahlreiche Zeitschriften dieses Verlages werden in diesem Jahr erstmals in die Zitationsindices des Institute of Scientific Information (ISI) aufgenommen. 3. Selbstorganisation der Wissenschaften ­ Aufbau verlagsunabhängiger Publikationsinfrastrukturen Von der Scholarly Publishing & Academic Resources Coalition (SPARC) wurde im vergangenen Jahr ein Positionspapier herausgegeben, in dem der Aufbau wissenschaftseigener Publikationsinfrastrukturen empfohlen wird.15 Zahlreiche Hochschulen in Europa und den USA sind im Begriff, diese sog. Institu- tionellen Repositorien in technischer und organisatorischer Hinsicht zu reali- sieren. Was zeichnet die elektronischen Archive aus? Sie basieren auf dem Ansatz der Selbstarchivierung und können Preprints, Working Papers, publi- zierte Artikel, Lehr- und Lernmaterialien, Qualifikationsarbeiten und Simu- lationen etc. beinhalten. Die Qualitätssicherung erfolgt durch die beteiligten WissenschaftlerInnen bzw. durch die akademischen Strukturen. Sie tragen zu einer Beschleunigung des wissenschaftlichen Kommunikationsprozesses bei und reduzieren die Kosten für die Verbreitung und den Zugang zur wissen- schaftlichen Information. Mit dem Aufbau dieser Archive ist ein dauerhafter Zugriff auf die wissenschaftlichen Ergebnisse in Zukunft sichergestellt. Von den beteiligten Akteuren werden die institutionellen Repositorien als ein Indi- kator für die Qualität und Relevanz der wissenschaftlichen community und der Hochschule im internationalen Wettbewerb angesehen. In den USA und Europa sind relativ weit vorangeschrittene Entwicklungen auf diesem Gebiet zu beobachten. Im vergangenen Jahr ist an der Universität von 14 http://www.biomedcentral.com/ 15 Vgl. hierzu auch die Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz (2002): Zur Neuausrichtung des Informations- und Publikationssystems der deutschen Hochschulen. URL:http://www.hrk.de/downloads/Empfehlung_Bibliothek.pdf (Zugriff: 03.04.03). 734 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 6
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