Path:
Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

Altes Buch THEMEN Vorträge, die Zusammenstellung von Hilfsmitteln für die Einbandforschung, Herstellung eines Netzwerks von Wissenschaftlern für gezielte Anfragen. Das wichtigste Arbeitsprojekt ist ein zentrales Register der Stempeldurchreibun- gen, das in Den Haag geführt wird. Es enthält zur Zeit 14000 Einzelstempel und 3000 vollständige Einbanddurchreibungen. Ein digitaler Zugriff ist noch nicht möglich. Daneben wurde eine Terminologie der Stempel erstellt und im Druck veröffentlicht. Ein Modell für die Einbandbeschreibung (Leidraad bij het beschrijven van een boekband) wurde verfasst. Für 2004 ist im Museum Meermanno-Westreenianum (Museum van het boek) Den Haag eine Ausstel- lung geplant. Dr. Gerd Brinkhus (Tübingen) verlas für den AEB den ausführlichen Rückblick Dr. Konrad von Rabenaus, der nicht persönlich anwesend war und sich damit aus dem Amt des AEB-Vorsitzenden verabschiedete. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass 1996 der AEB in Leipzig gegründet wurde. Der Arbeitskreis hat die gleiche Zielgruppe wie die Bandengenootschap. Bisherige Arbeitser- gebnisse sind das DFG-Projekt Einbanddatenbank, in Zusammenarbeit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, der Württembergischen Landesbiblio- thek Stuttgart und der Staatsbibliothek zu Berlin, und die Terminologie der Einbandstempel des Mittelalters, die in das DFG-Projekt einfließt. Der AEB gibt das Informationsblatt Einband-Forschung heraus. Es wird an zahlreiche Institutionen und Einzelpersonen versandt, bisher noch kostenlos. Das war nur durch die großzügige Hilfe der Staatsbibliothek zu Berlin möglich, wo sich die Geschäftsstelle befindet. Der AEB bleibt vorerst ein loser Zusammenschluss ohne Vereinsstatus, also ohne feste Einkünfte durch Mitgliedsbeiträge. In Zukunft wird er von einem Koordinationsgremium geleitet werden. Der Sprecher dieses Gremiums ist Dr. Holger Nickel (Berlin). Der Nachmittag war ausgefüllt mit der Vorstellung verschiedener Projekte zur Einbanderfassung und -beschreibung. Zunächst stellte Corinna Roeder (Em- den) das DFG-Projekt Digitalisierung der Sammlung Albert Hardenberg vor, das die Johannes a Lasco Bibliothek in Zusammenarbeit mit der Fachhoch- schule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Standort Emden, Leer seit August 1999 bearbeitet. Es handelt sich um ca. 500 Drucke und 16 Hand- schriften der Bibliothek des Gelehrten Albert Hardenberg (1510-1574), teilwei- se noch in den Originaleinbänden und mit zahlreichen Widmungseinträgen und Marginalien versehen. Ziel des Projektes ist es, neben dem Schutz der Originale und der Erstellung von Sicherheitskopien, die Materialien für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das geschieht durch den kostenlosen Zugang im Internet (http://www.jalb.de/hardenbg.htm). Georg Adler (Prerow) demonstrierte anschließend seine Datenbank Termino- logie der Buchschließen und -beschläge. Seit 2001 hat er in Zusammenarbeit BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 1 27
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.