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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek THEMEN zung dabei ist die Bereitschaft der Bibliothekare zur Aufgabenänderung und Kooperation. 20 Reale Bibliotheken bleiben weiterhin zentrale Anbieter gedruckter Informatio- nen und deren Vermittlung. Die virtuelle Komponente der Informationsbereit- stellung durch Bibliotheken erleichtert jedoch den Zugang zum Fachwissen immens. Der epochale Strukturwandel, den gerade Medienbibliotheken auf dem Weg von der realen zur hybriden Bibliothek gestalten, hat zum Ziel, auch virtuelle Informationsangebote qualitativ aufzuarbeiten. Die Herausforderung besteht darin, andere Anbieter virtueller Angebote zu integrieren. Allgemeine Filmportale leisten zwar bisher eine Kategorisierung von Informati- onsquellen im Internet, doch spezielle filmwissenschaftliche Ansprüche wie die Personalisierung der Inhalte und die Suche in verschiedenen Informati- onsquellen sind nicht möglich, ebenso wenig das wissenschaftliche Navigie- ren in Fachthemen, die im Internet präsentiert und diskutiert werden. Der Zweck von bibliothekarischen Fachportalen und speziell der Zweck des Wis- senschaftsportals Film besteht in der Integration unterschiedlicher Fachpro- jekte, Datenbanken und Institutionen. Für Hochschulangehörige sollten ziel- gruppenspezifisch personalisierbare Fachinformationen in einem zentralen, überregionalen Zugang angeboten werden. Der Einstieg in filmbibliothekari- sche Dienstleistungen ist dabei ein wichtiger Mehrwert, der die Besonderheit eines bibliothekarisch-filmwissenschaftlichen Portals darstellt. Es existieren weltweit eine große Anzahl von Internetportalen, die allerdings inhaltlich von sehr unterschiedlicher Qualität sind. Ein Verbund regional ver- teilter Dienstleistungen in eine Benutzerschnittstelle sowie Verzeichnisse über Webseiten und die Möglichkeit der Personalisierung sind Mindestforderungen, die bei dem Vergleich der Portale der Virtuellen Fachbibliotheken herausgear- beitet wurden. Zentral war dabei auch die Kommunikationsfunktion der Fach- wissenschaftler untereinander (Community-Foren). Ein großer Nachteil der bisher geförderten DFG-Fachportale ist, dass die auf- gebaute Virtuelle Fachbibliothek im Internet hauptsächlich die eigenen Me- dienbestände anbietet und keinen Verbund der Fachbibliotheken und deren Kataloge recherchierbar macht. Eine Metasuche über mehrere Fach-OPACs erscheint für ein effizientes bibliothekarisches Fachportal unumgänglich. Erst die Vernetzung der Medien wäre der große Vorteil, den Bibliotheken gegen- über anderen Portalen bieten könnten. 20 Eine Untersuchung der Koordination der VIRTUELLEN FACHBIBLIOTHEK der DFG hat ergeben, dass überregionale Kooperation durch das Internet sowohl Verbesse- rung als auch Schwierigkeit darstellt, da nicht alle zur Kooperation bereit sind. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 5 619
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