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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN · honoraria collections: Sammlungen zu einem Themenkomplex, der mit dem Leben und Wirken einer Persönlichkeit verbunden wird;20 · 'source' collections: Sammlungen, in denen die Publikationen eines Schriftstellers oder einer Institution oder die Drucke einer Offizin zusam- mengeführt sind.21 Typologien, wie hier in Form dieser idealtypischen und sicher ergänzungs- bedürftigen Einteilungen, helfen, detaillierte Forschungs- und Themenfelder auszuweisen und Ziele für die Weiterentwicklung der Sammlungen zu for- mulieren. All diesen Sammlungen ist gemeinsam, dass sie Informationen aus dem Umfeld ihrer Entstehung und ihres Gebrauchs mit sich führen, die im tra- ditionellen bibliothekarischen Geschäftsgang der Medienbearbeitung verdeckt werden oder auch verloren gehen. Auf die Katalogisierung der Exemplare auf Sammlungsebene sind die Regelwerke nicht ausgelegt; gruppen- und samm- lungsspezifische Merkmale werden ausgeblendet. Allerdings bieten die mo- dernen Datenformate, die bibliographische und lokale und/oder exem- plarspezifische Ebenen unterscheiden und Verlinkungen vorsehen, zahlreiche Ankerpunkte für die Verzeichnung sammlungsspezifischer Daten. Saunders listet vier Methoden sammlungsspezifischer Erschließung (collec- tion-level description) auf.22 Teils sind es Techniken aus dem Archivbereich, teils gehören sie zur exemplarspezifischen Erschließung23. Wo dies möglich ist, weist er auf Entsprechungen in den Anglo-American Cataloging Rules (AACR-2) und auf die Darstellbarkeit in den MARC-Formaten hin. · bibliographic listing: Titellisten, die annotiert oder durch Schlagwörter an- gereichert werden; · numeric links: alphanumerische Kennungen, die ­ wie eine Signaturen- gruppe aus Buchstabe und numerus currens ­ jeweils auf Sammlung und Exemplar verweisen; das Aufblättern des Index ermöglicht so die virtuelle Zusammenstellung aller Exemplare (recreating the collection for online searching); · tracing links: exemplarspezifische Daten zu Provenienz, Einband, Druckty- pen, Papieren, die Beziehungen zu anderen Exemplaren innerhalb, aber auch außerhalb der Sammlung sichtbar machen; 20 Beispiel: Marriner S. Eccles Library of Political Economy, University of Utah, 21 Beispiel: Source Collections ­ John Jay Papers, Rare Book & Manuscripts Library, Columbia University, (http://www.columbia.edu/cu/lweb/eresources/archives/jay/) 22 Saunders (s. Anm. 19), S. 141­146. 23 Weber, Jürgen: "The copy in hand" ­ Ziele und Voraussetzungen exemplar- spezifischer Erschließung. In: Bibliotheksdienst 36 (2002) S. 614­624. (http://bibliotheksdienst.zlb.de/2002/02_05_06.pdf) BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 5 601
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