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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung schung als Teildisziplin der Medizin eines der zentralen Forschungsgebiete des FZJ darstellt. Der hohe Impakt-Faktor und FZJ-bezogene Gründe sprechen für eine über- durchschnittlich hohe, lokale Nutzungsrate. Die Verfügbarkeitsverzögerung von 14 Tagen ist in diesem Kontext als durchaus schwerwiegendes Informati- onsdefizit im Forschungs- und Publikationswettbewerb mit anderen national und international tätigen Forschern zu bewerten, das entweder nur durch die früher vorliegende Papierausgabe oder bei einem möglichen Szenario der Re- duzierung der Mehrfachabonnements auf eine ,,e-only"-Lösung durch schnelle Aufsatzverfügbarkeit über die Nutzung leistungsfähiger Dokumentlieferdienste ausgeglichen werden kann. Fazit Auffallend häufig weisen gerade Titel mit niedrigem Impakt-Faktor große Ver- fügbarkeitsverzögerungen für die Online-Ausgaben im Verhältnis zum Liefer- termin der inhaltlich gleichen Papier-Ausgaben auf. Dies trifft mit zwei Aus- nahmen auf alle untersuchten Verlage zu und lässt in Verbindung mit dem Umkehrschluss des bereits beschriebenen Effekts, wonach ein hoher Impakt- Faktor auch mit einer großen Bedeutung einer Zeitschrift für die Wissenschaft einhergeht, die Vermutung zu, dass es seitens der Verlage nur ein unterge- ordnetes Interesse gibt, ihre unwichtigeren Titel möglichst schnell auch als Online-Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Diese Tendenz lässt sich in ver- stärkter Form mit einer deutlich erhöhten Verspätungsquote zur Anzahl des Angebots bei Zeitschriftentiteln der Tochterverlage beobachten. Im Prinzip bleiben die Verfügbarkeitsverzögerungen unbemerkt, da es nur beim Abonnement von Parallelausgaben Online und Papier im Rahmen einer Qualitätskontrolle, ansonsten aber nur eher zufällig auffällt und auch nur bei eingehender Untersuchung nachgewiesen werden kann. Kunden, die nur auf die Online-Version zugreifen können und davon ausgehen, dass die ihnen vor- liegende Online-Ausgabe einer Zeitschrift im Verhältnis zur gedruckten Aus- gabe (immer) schneller verfügbar ist, sie also damit automatisch auch die ak- tuellsten Forschungsergebnisse vorfinden, bleiben im Falle verspätet verfüg- barer Online-Ausgaben möglicherweise forschungsrelevante Ergebnisse ver- borgen, die in Wirklichkeit aber in der (teilweise deutlich) früher verfügbaren Papier-Ausgabe bereits vorliegen. Dieser Umstand kann sich im ungünstigs- ten Fall in doppeltem Sinne negativ zu einem Informationsdefizit und Publika- tionsnachteil für diese Kunden auswirken. Vor diesem Hintergrund kann also die Annahme ,,Online ist (immer) schneller als Papier" in bestimmten Fällen nicht aufrecht erhalten werden. 592 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 5
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