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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek ließen sich auch über eine ständig besetzte Informationshotline und einen Lieferdienst, der alle Medien verschickt, realisieren (dies würde dennoch nur einem Internetzugang für eine Person entsprechen). Also eine virtuelle Lö- sung: elektronische Bibliothekskataloge, Zeitschriften- und andere Datenban- ken haben hier schon viel für die überregionale Literaturversorgung geleistet, es fehlt aber ein weiterer Katalog ­ ein Katalog erschlossener Internetquellen. Warum Internetquellen erschließen? Warum erschließt man Bücher? Ganz kurz und klar: um sie ­ entsprechend der jeweiligen Themenstellung ­ finden zu können. Warum genügen bei Internetquellen Suchmaschinen wie google usw. nicht? Weil · die so gefundenen Internetquellen nicht fachlich ausgewählt und geprüft wurden (somit unklare inhaltliche Relevanz), · die Zuordnung des jeweiligen Suchbegriffes zu einem bestimmten Feld nicht möglich ist, · die Erschließung von Internetquellen gleichzeitig Voraussetzung für eine (spätere) Integration dieses Datenbestandes in andere Kataloge ist (die ebenfalls diese erschlossenen Felder bedienen). Darum startete im Januar 2001 an der SLUB Dresden das Projekt iVirtuelle Fachbibliothek Gegenwartskunst,, (ViFaArt, s. Abb.) ­ das iDach,, des Art- Guide, des Katalogs für Internetquellen. 2. Welche Inhalte sollen im Art-Guide nachgewiesen werden (sowohl formal als auch thematisch)? Scheinbar lässt sich die Frage nach der thematischen Abgrenzung der Inhalte für SSG-Bibliotheken sehr schnell beantworten: es sollten alle Webangebote gesammelt werden, die dem Thema des Sondersammelgebiets entsprechen. Im Fall des Art-Guide bedeutet dies: Zeitgenössische Kunst ab 1945 ein- schließlich Fotografie, Industriedesign und Gebrauchsgrafik. Nun könnte man also mit der Sammlung geeigneter Webadressen beginnen, würde allerdings meist schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es unmöglich ist, die thematisch passenden Webangebote auch nur annähernd vollständig zu erfassen. Hilfe kann nun eine formale iselection policy,, bieten, ein Qualitätskriterien- Katalog, der im zweiten Schritt praktisch ein iRaster,, auf die übergroße Menge der im ersten Schritt thematisch passend erscheinenden Internetquellen legt.3 3 Lesenswert: ,,Quality Selection Criteria for Subject Gateways", s. http://sosig.ac.uk/desire/qindex.html; ebenso ,,Resource Evaluation Criteria", s. http://www.psigate.ac.uk/content3.doc. Ein ,,Kriterienkatalog für die Auswahl von In- 456 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 4
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