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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue37.2003 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN Die Abteilung Regionalbibliographie an der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Bernd Wiese Eine Aufgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) als territoriale Einrichtung ist die Erfassung der gesamten Literatur aus und über Sachsen-Anhalt. Für die preußische Provinz Sachsen war die Universi- tätsbibliothek Halle ab 1824 und für das Land Sachsen-Anhalt seit 1948 Pflichtexemplarbibliothek. Erneuert wurde diese Aufgabe für das jetzige Bun- desland Sachsen-Anhalt durch die Pflichtexemplargesetzgebung, die im Lan- despressegesetz Sachsen-Anhalts (Gesetz- und Verordnungsblatt des Lan- des Sachsen-Anhalt Nr. 22/1991 vom 20.8.1991) verankert ist. Diese Rege- lung verpflichtet gleichzeitig jeden Verlag oder anderen Literaturproduzenten im Land, der ULB ein kostenloses Pflichtexemplar zugehen zu lassen. Diese Literatur wird gesammelt und für einen breiten Leserkreis zugänglich aufbe- wahrt Bereits in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der Wunsch nach einer bibliographischen Aufarbeitung der vorhandenen monographischen Titel und der neueren unselbständigen Regionalliteratur geäußert, um so eine fühl- bare bibliographische Lücke für Sachsen-Anhalt zu schließen. 1965 wurde an der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt die Ar- beitsgruppe Regionalbibliographie gebildet. Damit begann die systematische Erfassung neuerer landeskundlicher Literatur in der ,,Regionalbibliographie Sachsen-Anhalt". Unter Leitung von Ruth Jodl erschien 1969 in der Reihe ,,Ar- beiten aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle an der Saale" der erste Band. Bis 1999 erschienen im Abstand von zwei Jahren 17 Zweijahresbände. Diese langjährige Arbeit ist verbunden mit der verdienst- vollen Tätigkeit von Ruth Jodl, Peter Henning und Otto Jacob. Seit 1992 er- folgt die Arbeit unter Leitung von Bernd Wiese. In die Regionalbibliographie aufgenommen werden Monographien, Dissertati- onen, Diplomarbeiten, Zeitschriften- und Zeitungsaufsätze, Beiträge aus Fest- schriften und Sammelwerken. Das Gros der aufgenommenen Titel, etwa 60 Prozent, ist sogenannte bibliographisch unselbständige Literatur, die nicht in anderen Nachweisen zu finden ist. Quelle aller bibliographischen Angaben sind neben den eigenen Beständen, die in der Bibliographie mit Signatur aus- gewiesen werden, fremde Bibliographien, besonders die ,,Deutsche Bibliogra- phie", Börsenblätter und andere Literaturankündigungen, sowie CD-ROM- Recher-chen. Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe werten regelmäßig ca. 400 bis BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 1 41
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