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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Technik THEMEN Standardisierte Kommunikation Standards sind erforderlich, wenn es um Kommunikation und insbesondere um den konkreten Austausch von Daten geht. Für die Kommunikation wurde mit ProPrint nicht der Weg eines Dokumentenharvesting gegangen, sondern das Modell eines Services-Providers realisiert, der Metadaten sammelt und zentral für die Recherche vorhält. Hierbei wurden die Ergebnisse und Entwicklungen bei OAI angewendet. Das Open Archives Protocol for Metadata Harvesting (OAI-PMH 2.0) bildet die Grundlage, die digitalen Archive verteilter Standorte miteinander zu verbinden, wobei der Zugriff auf die Metadaten durch eine er- weiterte OAI-Schnittstelle erfolgt, die es ermöglicht, den Dublin Core und den ergänzenden ProPrint-Metadatensatz abzurufen. Für eine Anbindung benöti- gen die Dokumentenserver vor allem eine OAI-Schnittstelle. Dann ist ProPrint in der Lage, heterogene Systeme zusammenzuführen und in einer homogenen Umgebung zu steuern. Für Katalogsysteme die keine OAI-Schnittstelle einrichten können, hält ProPrint zusätzlich als Alternative eine Allegro-Datenbank bereit. Diese spe- ziell für bibliothekarische Anforderungen entwickelte Datenbank wurde wegen der vielfältigen Konvertierungsmöglichkeiten von Metadatensystemen in ProPrint implementiert. So können die Datensätzen über Allegro in das OAI- Proprint-Metadatenschema konvertiert werden. Ein Austausch zwischen den Dokumentenservern kann aber nur funktionieren, wenn auch Übereinkünfte zu den Formaten und der Qualität der Dokumente bestehen. ProPrint setzt das PDF-Format von Adobe als Austauschformat ein. Aber PDF ist nicht gleich PDF. In der Erstellung dieses Formates können Feh- ler unterlaufen, die die weitere Verwendung des Dokumentes ausschließen lassen3, außerdem ergeben sich durch Versionswechsel Kompatibilitätsprob- leme. Welche Fehler auftreten können und welche Aspekte unbedingt für einen stan- dardisierten Austausch erfüllt sein müssen, wurden im Rahmen des ProPrint- Projektes geprüft. Mit Unterstützung der DINI Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren wurden auf Anregungen aus dem Workshop umfangreiche PDF- Testreihen durchgeführt, in denen nach Fehlerquellen und deren technischer Lösung gesucht wurde. Hieran haben sich dankenswerter Weise OPUS Stutt- gart und das Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz beteiligt. 3 Für den richtigen Umgang mit dem PDF-Format sei folgende Literatur sehr empfoh- len: Merz, Thomas; Drümmer, Olaf: Die PostScript- & PDF-Bibel. Heidelberg 2002, 2. Aufl. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 3 351
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