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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung Ziemlich eindeutig fiel die Antwort auf die wichtigen Fragen nach Hilfe bei der Nutzung und dem Wunsch nach Schulung aus: 65% der Nutzer meinen, keine Hilfe zu brauchen, denn sie erwarten, dass sich die Benutzeroberfläche selbst erklärt. Ebenso gaben 64% der Befragten an, dass sie keine Schulungsange- bote wünschen. Die Einstellung, die sich bei der Beantwortung dieser beiden Fragen zeigt, macht deutlich, dass bei der Nutzung mehr an die Handhabung gedacht wird als an Inhalte und Qualität der Datenbanken. 3. Weitere Informationsquellen und Wünsche nach weiteren Datenbanken 73% der Befragten bezeichnen weitere Online-Quellen als besonders wichtig für ihre wissenschaftliche Arbeit. 52% kreuzten gedruckte Bibliographien als sehr wichtig an. Diese hohe Zahl deutet auf ein Missverständnis. Da es so gut wie keine gedruckten Bibliographien für die Wirtschaftswissenschaften mehr gibt, sind damit wahrscheinlich Print-Zeitschriften und Literaturangaben in ge- druckter Form gemeint. 30 der Befragten gaben weitere Wünsche nach Datenbanken an, die wieder von echten Datenbanken bis zu einzelnen Zeitschriftentiteln reichten. Am häu- figsten wurden solche Datenbanken genannt, die Aufsätze im Volltext anbieten oder allgemein: mehr elektronische Journale. 4. Fazit und Ausblick Die deutliche Meinung der Mehrheit (64%), dass Hilfestellung nicht nötig und Schulung nicht gewünscht wird, zeigt, dass die Informationskompetenz des wissenschaftlichen Personals bzgl. elektronischer Fachinformationen zum gro- ßen Teil autodidaktisch erworben wurde und wird. Damit wird die Chance des gezielten Zugangs von systematisch erhobener und bewerteter Information nicht genutzt. Das deckt sich mit eigenen Erfahrungen in früheren Jahren bei Veranstaltungen zur Einführung in wirtschaftswissenschaftliche Datenbanken, die nur schwach besucht waren. Wenn das wissenschaftliche Personal diese Einstellung vertritt, so ist damit zu rechnen, dass es Studenten keine Motivati- on vermitteln kann, sich gezielt mit Kenntnis und Handhabung von Datenban- ken auseinanderzusetzen. Ebenso dürfte die Bereitschaft gering sein, die Vermittlung solcher Kenntnisse innerhalb der eigenen Lehrveranstaltungen weiterzugeben, was wünschenswert wäre, da dort die Vermittlung der Kennt- nisse am effizientesten angesiedelt ist. 308 BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 3
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