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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 37.2003 (Rights reserved)

Benutzung THEMEN zung wird der bibliographische Handapparat im Lesesaal so gut wie nie konsul- tiert. Gemeint sind wohl gedruckte Literaturangaben in Zeitschriften oder Neu- erscheinungen. Eine nur gering höhere Bedeutung messen die wissenschaftli- chen Mitarbeiter, hier 26%, der elektronischen Literatursuche zu. Den höchs- ten Stellenwert erreicht ,,das Gespräch unter Kollegen" mit einer Votierung von 34 %, eindeutig ein Beweis, wie wichtig persönliche Informationswege im Wis- 4 senschaftsbetrieb sind. 2. Häufigkeit, Ausstattung, Hilfe, Schulung Wer Datenbanken nutzt, greift wie selbstverständlich auf sie zu. So suchen 56% der wissenschaftlichen Mitarbeiter der Fakultät wöchentlich und weitere 33% wenigstens einmal im Monat in den Datenbanken. Die Recherchen werden überwiegend an den Dienstgeräten durchgeführt. Das geben 80% der Teilnehmer an, an den Bibliotheksgeräten arbeiten nur 3% der Befragten. Wie wird das Angebot an Datenbanken publik gemacht ? ,,Kollegen" und ,,Stu- denten" werden zusammen genommen von der Hälfte der Befragten (45:89) als ,,Informationsquelle" genannt, 25 Antworten nennen die Homepage der UB. Nur sieben von 89 Antworten entfallen auf die Plakate/Rundschreiben bzw. Einführungsveranstaltungen in der Zentrale der Universitätsbibliothek. Hilfe wird bei der Nutzung der Datenbanken von der Bibliothek nicht erwartet: von den 98 Antworten auf die sechs Möglichkeiten in der betreffenden Frage be- ziehen sich nur drei bestätigend auf die Informationsmaterialien der Bibliothek und fünf auf das Bibliothekspersonal. Allerdings werden auch kaum Hilfskräfte zu Rate gezogen. Das ist erstaunlich, wenn man den tatkräftigen Einsatz der Hilfskräfte bei der Literaturbeschaffung in den Bibliotheken bedenkt. Bei den Psychologen vertrauen zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (43:62) auf die On- line-Hilfe und erwarten eine selbsterklärende Oberfläche. Bei den Pädagogen teilen noch nicht einmal die Hälfte (15:36) diese Erwartung: Ein Indiz für eine geringere Vertrautheit mit neuen Medien. Die Zusatzfrage nach der Vermittlung von ,,Informationskompetenz" kam auf, weil beobachtet wurde, dass einzelne Dozenten die elektronische Literatursuche in ihre Lehrveranstaltung miteinbe- ziehen. Offensichtlich ist dies aber weit weniger ,,institutionalisiert" als erwartet. Nur 19 Antworten bestätigen die Vermittlung der elektronischen Literaturre- cherche durch Mitarbeiter, Tutoren und Hilfskräfte, während 34 dies verneinen. 4 Krampen, Günter und Leo Montada: Wissenschaftsforschung in der Psychologie. Göttingen 2002, S. 92­99. BIBLIOTHEKSDIENST 37. Jg. (2003), H. 3 305
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