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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

Bibliotheken THEMEN thek, um in der Regel über die Region hinausstrahlende besondere Veranstal- tungen hier durchzuführen. Höhepunkt in politischer Hinsicht war die 1. Natio- nale Konferenz für maritime Wirtschaft, die der Bundeskanzler mit vier Bun- desministern, vier norddeutschen Ministerpräsidenten und führenden Vertretern aus Verwaltung und der Reederei- und Schiffbauwirtschaft in der Johannes a Lasco Bibliothek im Juni 2000 durchführte. Aber auch hochrangige Veranstaltungen für die Kunsthalle Emden, Stiftung Henri und Eske Nannen, finden in aller Regel bei uns statt, seien es große Bankette oder Ausstellungseröffnungen mit den Ministern Genscher, Schar- ping, Naumann oder anderen bekannten Repräsentanten des öffentlichen Le- bens. Im Ergebnis trugen diese und etliche andere eher regional bezogene Veranstaltungen in der Bibliothek dazu bei, dass die theologische Johannes a Lasco Bibliothek in kurzer Zeit ein anerkannter Faktor im öffentlichen Be- wusstsein geworden und nicht mehr wegzudenken ist. Die sogenannten Ent- scheidungsträger und führenden Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Ge- sellschaft und Kirche sind nahezu sämtlich mehr oder weniger regelmäßig zu Gast in der Johannes a Lasco Bibliothek. Es muss nicht näher erläutert wer- den, dass hiermit eine hervorragende Voraussetzung für die Weiterentwick- lung der Einrichtung gegeben ist, da ein breiter gesellschaftlicher Konsens diese Einrichtung trägt und Türen geöffnet werden können, die Vertretern ei- ner (kirchlichen) Bibliothek nicht ohne weiteres offen stehen. Die Bibliothek leistet auf ihre Weise einen anerkannten Beitrag zum öffentlichen Leben und trägt damit in angemessener Weise der hohen Beteiligung der öffentlichen Hand bei der Errichtung der Bibliothek Rechnung (Stiftung Niedersachsen: 5,2 Mio. DM, Evangelisch-reformierte Kirche: 5,2 Mio. DM, Land Niedersachsen: 2,6 Mio., Stadt Emden: 2,6 Mio. DM). Für die Stiftung Johannes a Lasco Bib- liothek und die Stifter, nämlich die Evangelisch-reformierte Kirche (Synode Ev.-ref. Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) und die reformierte Kir- chengemeinde Emden, erfüllt sich damit mehr als allein erfolgreiche Öffent- lichkeitsarbeit. Aus Sicht der kirchlichen Stifter trägt diese offene Konzeption dazu bei, theologische Aspekte und gesellschaftspolitische Akzente einer kirchlichen Minorität, nämlich der reformierten Protestanten, in die Gesell- schaft hinein zu vermitteln. Die Johannes a Lasco Bibliothek als öffentliches Forum ermöglicht auf beste Weise, was von den führenden Wissenschaftsor- ganisationen mit der Initiative PUSH unlängst zur Forderung erhoben wurde: Public Understanding of Sciences and Humanities. Die Johannes a Lasco Bibliothek lässt nicht Öffentlichkeit zu, - wir stellen sie dezidiert her! Damit entziehen wir unserer wissenschaftlichen Einrichtungen den Legitimationsdruck, unter dem alle wissenschaftlichen Einrichtungen ste- hen. Die heute zunehmend und schärfer gestellte Frage nach der Existenzbe- rechtigung einer wissenschaftlichen Einrichtung haben wir von der Wissen- BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 2 167
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