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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN 4. Möglichkeiten der Internationalisierung auf der Basis von RAK Monika Münnich 1. Einführung Der Nikolausbeschluss hat die deutschen Katalogisierungsgemüter erhitzt. Dieser Effekt ist durchaus zu begrüßen, da zum ersten Mal offen und - inzwi- schen auch - sachbezogen über die Regelwerke diskutiert wird. Die Argumen- tationsbreite reicht von Beibehaltung der RAK-WB, Fertigstellung der RAK2 bis zur 1:1-Einführung der AACR2 mit allen Konsequenzen für ein nicht- englisch-sprachiges Land. Nach Meinung der Autorin kann eine vernünftige deutschsprachige Lösung 1 nur eine moderne RAK2 mit noch stärkeren AACR-Komponenten sein. Die- ses Szenario soll im Folgenden skizziert werden. 2. Stand der RAK2 An RAK2 ist in den vergangenen Jahren unter der Prämisse gearbeitet wor- den, ein online-orientiertes, einfacheres und stärker AACR2-bezogenes Re- gelwerk zu erstellen. Dies ist mit der Bearbeitung der Grundparagraphen, der Neufassung der 200er- Paragraphen, der teilweisen Bearbeitung der 500er- und der Fertigstellung der 600er-Paragraphen sicher größtenteils gelungen. 2.1 Die Grundparagraphen In den Grundparagraphen sind vor allem Begriffe terminologisch und inhaltlich überarbeitet worden, z.B.: Vorlage, Ausgabe, Werk, Einzelwerk und Sammel- werk - der Begriff Sammlung ist gestrichen worden. Der Verfasserbegriff wur- de erheblich erweitert: ,,Als Verfasser werden Personen bezeichnet, die ein Werk allein oder gemein- schaftlich erarbeitet haben, auch wenn sie nicht ausdrücklich als Verfasser genannt sind, z.B. Mitarbeiter, Bearbeiter, Begründer, Kommentatoren und Drehbuchautoren, Berichterstatter und Gesprächspartner, Komponisten und Textdichter, Textverfasser, Bildautoren und Künstler bei Bildbänden ..." Alle Sachtitel heißen nunmehr Titel. Neu in die Grundparagraphen aufge- nommen wurden u.a. Selbstständiges und Unselbstständiges Werk, der ge- 1 Der Titel RAK2 ist nach wie vor als Arbeitstitel zu verstehen. BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10 1299
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