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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

Erschließung THEMEN Globalisierung besteht in logischer Einheitlichkeit Die Frage ist, mit welchem Aufwand eine Datenübernahme, so sie zu einer wirtschaftlichem Ergebnis führen würde, schon durch Datenkonvertierung zu erreichen wäre. In diesem Fall wäre die Regelwerksübernahme lediglich eine symbolische Handlung. Je mehr Fremddaten, desto rationeller die Katalogisierung Das Verhältnis von Kosten und Nutzen bei Fremddatenübernahme hängt von dem Bestandsprofil und der Anschaffungspolitik einer Bibliothek ab. Im Ex- tremfall entsteht überhaupt kein vermehrter Nutzen auf, dafür fallen aber ver- mehrte Kosten auf. Für den Bereich der Behördenbibliotheken ist z.B. festzu- stellen, dass Verwaltung sich im wesentlichen im Rahmen vorgegebener poli- tischer und rechtlicher Entscheidungen im nationalen oder europäischen Rah- men vollzieht und wissenschaftliches Expertenwissen in Form von Gutachten, Stellungnahmen und Anhörungen, die Teil der Verwaltungsvorgänge sind, in den Bibliotheksbestand als Graue Literatur eingehen. Daher beziehen sich Informationsbedarf und Bibliotheksbestand hier in der Regel auf einen begrenzten Bereich. In diesem Fall tritt ein vermehrter Nutzen bei einem er- leichterten Bezug internationaler Katalogdaten nicht auf. Auch für andere Bibliotheken lassen sich aufgrund des bestehenden Bestands die Bereiche definieren, in denen ein erweiterter Fremddatenbestand gemes- sen an vermehrten Kosten zu wirtschaftlich oder unwirtschaftlich ist. Der Standardisierungsausschuss vertritt alle Bibliotheken Als kooperativer Zusammenschluss bestimmter Bibliotheken und Verbundsys- teme hat der Standardisierungsausschuss zunächst nur Regelungskompetenz für die von ihm vertretenen Bereiche. In seiner Zielsetzung, ,,den Einsatz ein- heitlicher Standards für die Erschließung, Formate und Schnittstellen in Biblio- theken sicherzustellen", reicht die Aufgabenstellung aber über die durch ihn vertretenen Bibliotheken hinaus. Daher hat sich die Diskussion an dieser Dis- krepanz entzündet und verweist auf drei Ebenen: - die Vertretung der Interessen bestimmter Bibliothekstypen, die sich durch unterschiedliche Arbeitsweisen auszeichnen, ist unzureichend gewährleis- tet (siehe Stellungsnahme der fachspezifischen Arbeitsgemeinschaften http://www.apbb.de/aacr.html ) · das Fehlen demokratischer Legitimation (Entscheidungsprozesse über- haupt) · Konnexitätsprinzip. Nach dem Konnexitätsprinzip sollten Gremien nur die- jenigen Entscheidungen treffen, deren finanzielle und personelle Folgen BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10 1279
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