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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Bibliotheken turinstitutionen als Kooperationspartner zu gewinnen und Synergieeffekte zu 8 erzielen. b) ,,Funktionsertüchtigung" der Informationstechnik des VÖBB für das Massengeschäft Die Erfahrungen mit dem Verbund der Öffentlichen Bibliotheken haben bis- lang gezeigt, dass die über lange Zeit mit IT-Maßnahmen stets verbundene Erwartung einer Rationalisierung auch beim VÖBB nicht zutreffend war. Bei der Stiftung wurden die Rationalisierungseffekte ohnehin überschätzt, weil sie für einen erheblichen Teil ihrer Geschäftsprozesse auch bislang schon IT einsetzte. Zum anderen aber wurden mit der Einrichtung des VÖBB im Kon- text des Internet endlich einige - in anderen Großstadtbibliotheken bereits e- tablierte - Nutzungs- und Servicemöglichkeiten realisiert (z.B. Recherche und Medienbestellung sowie Benutzungskontopflege vom heimischen PC aus). Diese im Sinne einer zeitgemäßen Bibliotheksversorgung höchst erwünschten Effekte zehren jedoch etwaige Rationalisierungseffekte (bezogen auf den al- ten Dienstleistungsstand) auf, weil sie eine neue und zusätzliche Inanspruch- nahme generieren. Allerdings zeigt die Umsetzung nunmehr aller Geschäftsprozesse der Stiftung auf die neue Software im Massenbetrieb auch Probleme bei der neuentwickel- ten Software auf. Die Komplexität des Betriebes, die auch auf rechtliche Rah- menbedingungen (Benutzungsbedingungen, Euro-Einführung) Rücksicht zu nehmen hat, erzwingt immer wieder Anpassungen. Einige Funktionalitäten der Software, beispielsweise für den Zugriff auf die ,,Zeitschriftendatenbank", sind erst noch in Betrieb zu nehmen, die Mitarbeiter/innen entsprechend zu schu- len; die Einübung der neu gestalteten Geschäftsprozesse und der Erwerb von Souveränität im Umgang mit schwierigen Einzelfragen benötigen Zeit. Ferner ist die Performanz der Software weiter zu erhöhen, während die Nutzer/innen an die Möglichkeiten der Selbstbedienung z.B. bei Fristverlängerungen noch stärker heranzuführen sind. Diese Arbeiten bzw. Entwicklungen werden sich voraussichtlich noch über mindestens 24 Monate hinziehen, wobei die ,,Ent- deckung" der Möglichkeiten des Verbundes durch die Nutzer noch in den Anfängen steckt. Der im Zusammenhang mit der Vernetzung nächste Schritt ist der geplante Beitritt des gesamten VÖBB als Subverbund zum Kooperativen Bibliotheks- verbund Berlin-Brandenburg (KOBV). Damit werden die Bestände der ZLB 8 Das Jahr 2001 ist nicht vergleichbar, weil der Beitritt zum Verbund umfangreiche Schulungen der Mitarbeiter/innen erforderlich machte und die Zahl der Veranstal- tungen zwangsläufig sank. 1264 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10
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