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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Bibliotheken einem gemeinsamen Leitbild und einem nach Sachgebieten auf die Häuser verteilten Bestand. Dieser Schritt war in erster Linie mit Blick auf die Nutzerin- nen und Nutzer notwendig, um das übermäßig stark frequentierte Haus der Amerika-Gedenkbibliothek zu entlasten und auch einen größeren Teil des Be- standes entsprechend dem gesetzlichen Auftrag in Freihand aufstellen zu können. Im einzelnen bedeutete diese Maßnahme u.a. die örtliche Verlage- rung von mehr als 700.000 Medien bei ununterbrochen laufendem Betrieb und die Umgestaltung der öffentlichen Räume v.a. in der Berliner Stadtbibliothek. Für die Öffentlichkeit nicht auf den ersten Blick sichtbar sind in diesem Zu- sammenhang weitere Arbeiten, z.B. die Einarbeitung der neuen Standortan- 6 gaben in den Katalog. Unmittelbar im Anschluss begannen die Vorarbeiten für die Ablösung des überkommenen und weder ausbau- noch wartungsfähigen (Konkurs) IT- Bibliothekssystems URICA im Rahmen des VÖBB. Der Beitritt der Stiftung zum VÖBB erforderte insbesondere nicht nur die Neubeschaffung, Aufstellung und Einrichtung neuer Informationstechnik einschließlich der Verkabelung bei- der Standorte, sondern auch die intensive Einweisung des Personals in die Software, die für die zügige Bedienung der täglich mehr als 5000 Kunden Vor- aussetzung ist. Auch diese Maßnahme konnte ohne Schließung der Bibliothek vollzogen werden, wenngleich der Ausleihbetrieb für knapp vier Wochen ruhen musste. Seit dem 17. September 2001 sind die elektronisch nachge- wiesenen Bestände der ZLB über den Verbund aus allen angeschlossenen Bibliotheken und über das Internet recherchierbar und bestellbar - auf Wunsch auch entgeltpflichtig zur Lieferung an den Kundenwohnort bzw. in ei- ne VÖBB-Bibliothek nach Wahl. Den zusätzlichen Aufwand, den diese in an- deren deutschen Großstadtbibliotheken bereits seit längerem üblichen Diens- te mit sich bringen, hat die Stiftung selbst aus weiteren Rationalisierungsge- winnen abgedeckt. Diese und weitere Maßnahmen sowie die prekäre Situation in den Öffentli- chen Bibliotheken einiger Bezirke sowie in den Universitätsbibliotheken haben jedoch die intensive Inanspruchnahme der Stiftung durch die Berlinerinnen und Berliner noch gesteigert. Weiterhin verzeichnet die Stiftung insgesamt wöchentlich mehr als 30.000 Besucher, die Ausleihzahlen und die Zahlen der Zugriffe auf ihre Webseite sowie die Bestellungen über den Verbund steigen. Sie bleibt damit die meistgenutzte Kultureinrichtung der Hauptstadt, und ihre Probleme liegen darin, dass die räumlichen Bedingungen sowie das finanzier- 6 Vgl. Lux, Claudia, 1999: Im Veränderungsprozess. Die neue Zentral- und Landes- bibliothek Berlin. In: Buch und Bibliothek, Nr. 3, S. 186 - 190. Vgl. auch Lux, Clau- dia, 1998: Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin - Zwei Bibliotheken werden eins. In: BIBLIOTHEKSDIENST: 490 - 495. 1260 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10
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