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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue36.2002 (Rights reserved)

Betriebsorganisation THEMEN sen aufgrund ihrer Beobachtungen des Besucherverkehrs darauf achten, dass die Ausstellungsstationen einerseits möglichst gut ins Auge fallen, anderer- seits den eigentlichen Bibliotheksbetrieb möglichst wenig beeinträchtigen (z. B. durch Versperren von Türen und Durchgangsfluren). Beim Auf- und Abbau der Ausstellung sollte der Fachreferent darauf achten, dass die Buchexponate sukzessive aus den Vitrinen entnommen und möglichst bald dem offenen Zugriff von Passanten entzogen werden. Ein Bücherwagen mit Rara darf nicht unbeaufsichtigt im Gang herumstehen. Zudem muss bei den Mitveranstaltern das Bewusstsein für den Wert und die Empfindlichkeit alter Bücher geweckt und darauf hingewirkt werden, dass die Bindungen und Einbände nicht über- strapaziert werden. Unterstützung kann auch bei der Erstellung und v. a. beim Versand der Einladungen erfolgen ­ jede größere Bibliothek verfügt über Ver- teilerlisten für verschiedene Zwecke. Außerdem findet die Homepage einer Universitätsbibliothek, in der man einen Hinweis auf die Ausstellung verankern kann, mehr Aufmerksamkeit als diejenige einer kleinen kirchlichen oder sons- tigen privatrechtlichen Einrichtung. Der öffentlich-rechtliche Charakter der Bib- liothek ermöglicht auch die Nutzung der Amtshilfe bei der Beschaffung von 9 Informationen und Materialien von auswärts . Ein gewisser inhaltlicher Einfluss auf die Ausstellung ergibt sich drittens aus der Möglichkeit, bei der Beratung und technischen Unterstützung Schwer- punkte und Grenzen aufzuzeigen. Wenn eine Universitätsbibliothek oder eine Landes- bzw. Staatsbibliothek als Mitveranstalter auftritt und die Räumlichkei- ten zur Verfügung stellt, wird nicht zu Unrecht von der Seite des intendierten und tatsächlichen Publikums ein trotz aller notwendigen Vereinfachungen er- kennbares wissenschaftliches Niveau, v. a. was die Zuverlässigkeit histori- scher Angaben angeht, erwartet. Zitate in den Kommentarteilen sollten daher belegt werden. Einige ganz knappe Hinweise auf einschlägige Lehrbücher sollten erfolgen. Grundsätzlich sollten die Bestände aus der eigenen Biblio- thek einbezogen werden, nach Möglichkeit überwiegen und in den Texten er- wähnte Literatur ausliegen oder zumindest in der Bibliothek vorhanden sein. Es kann nur das gezeigt werden, was auch vorhanden ist. Daher legen sich vom Profil eines Bibliotheksbestandes, etwa von der Breite theologischer Lite- ratur wie in der UB Tübingen, her bestimmte Ausstellungsthemen nahe, wäh- rend andere auch wegen des Fehlens der passenden Forscherklientel vor Ort eher nicht angegangen werden sollten. 9 So wurden von der Bengelgedenkstätte im Kloster Denkendorf, d. h. von den Zuständigen in der dortigen Gemeindeverwaltung, Fotos des damaligen Wohn- hauses Bengels und eines Schildes einer nach diesem benannten Straße in Denkendorf erstellt und kostenlos an die UB Tübingen versandt. BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10 1247
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