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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue36.2002 (Rights reserved)

Ausland THEMEN Wo sich eine solche aktive und kontinuierliche Zusammenarbeit entwickelt, da folgen gemeinsame Konferenzen, Seminare, Workshops oder Projekte der Literaturförderung, bei denen deutsche Experten für entsprechenden Know- how-Transfer sorgen und in Erfahrungsaustausch treten können. Ein wesentlicher Baustein für den Erfolg des Projekts ist die systematische und laufende Fortbildung und fachliche Betreuung der Mitarbeiterinnen der Lesesäle: am Goethe-Institut Moskau, vor Ort oder in Deutschland eignen sie sich Kenntnisse und Fähigkeiten moderner Bibliotheksarbeit an und werden zu kompetenten Ansprechpartnerinnen für fast alle Informationsanfragen. In einigen Orten sind die Aktivitäten der Lesesäle sogar eng verbunden mit den in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft existierenden ,,American Corner(s)", den französischen Lesesälen und den Zentren für Rechtsinformation. Einige Metropolen warten schon lange auf einen deutschen Lesesaal. Für zehn von Ihnen (Murmansk, Kaliningrad, Vologda, Novgorod, Wolgograd, Krasnojarsk, Barnaul, Orenburg, Astrachan, Chabarovsk) konnte das Goethe- Institut Inter Nationes einen Grundbestand an Standardwerken von ca. 1.500 Medieneinheiten zur Verfügung stellen. Mit erfolgreichen Aktionen vor Ort und Sponsoring gelang es den Gebietsbibliotheken in Orenburg und Chabarovsk, daraus in Eigeninitiative einen Lesesaal der deutschen Literatur zu entwickeln. Auch diese Projekte erfahren umfassende Unterstützung und Förderung. Die finanziellen Mittel werden knapper und die Suche nach Sponsoren, die eine Patenschaft übernehmen können oder für Zeitschriftenabos bzw. für ei- nen neuen Multimedia-PC sorgen, muss intensiviert werden. Ebenso wäre es wünschenswert, zukünftig Aktionen bei Städtepartnerschaften bzw. parallele Projekte von Landesvertretungen stärker einzubinden. Erste Erfahrungen gibt es bereits mit Praktikanten aus Deutschland in den Le- sesälen, die auf diese Art und Weise ein ganz anderes Russland entdecken, als sie es aus den Medien kennen. Den Mitarbeiterinnen ein sicheres und viel höheres Gehalt, mehr Internet-PCs, mehr Kontakte zu und Projekte mit deutschen Bibliotheken ­ das steht auf der Wunschliste für die nächsten zehn Jahre deutsche Lesesäle ganz oben. BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 10 1213
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