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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Institutionen Ländern befassen, wie das in dem Bericht der DOT Force empfohlen wird. Wir beabsichtigen, dieses Manifest in vielen Sprachen zu publizieren. Im Jahre 2000 gründete die IFLA einen gemeinsamen Lenkungsausschuss mit dem Internationalen Verlegerverband. Damit sollte ein gemeinsames Fo- rum geschaffen werden, das Punkte von gegenseitigem Interesse diskutieren könnte, wie die Freiheit des Verlegers / Freiheit des Zugangs zu Informatio- nen, Pflicht- und freiwillige Ablieferung, Archivierung elektronischer Publikati- onen usw. Der Ausschuss tagte bisher viermal und gab eine Pressemitteilung 13 über die erzielten Fortschritte heraus. Zu den diskutierten Problemen gehör- te das der rasch steigenden Preise für gedruckte Zeitschriften bzw. Lizenzen für elektronische Zeitschriften. Die Bibliotheken in Entwicklungsländern verfü- gen nicht über die notwendigen Mittel. Die IFLA-Mitglieder des Ausschusses waren deshalb besonders über Mitteilungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von anderen erfreut, für ausgewählte Zeitschriften preisreduzierte 14 oder kostenlose Abonnements bereit zu stellen. Wir hoffen, dass sich hier der Beginn eines Trends zeigt, der dazu beiträgt, eine weitere Empfehlung des DOT-Force-Berichts zu erfüllen. Es deutet Vieles darauf hin, dass Entscheidungen der Welthandelsorganisati- on (WTO) das Funktionieren und die zukünftige Entwicklung des gemeinnützi- gen Bibliotheks- und Informationswesens in den entwickelten wie den Ent- wicklungsländern negativ beeinflussen könnten. Die IFLA war auf der Minis- terkonferenz der WTO in Seattle und auch auf der Konferenz in Doha, Katar, im November vertreten. Die WTO überwacht eine Reihe von Verträgen, die den Welthandel regeln. Zwei dieser Verträge haben Auswirkungen auf das Bibliotheks- und Informationswesen: Das Allgemeine Übereinkommen über den Dienstleistungsverkehr (GATS) und das Übereinkommen über handels- bezogene Aspekte der Rechte am geistigen Eigentum (TRIPS). Das GATS- Übereinkommen bietet die Möglichkeit, alle Bereiche einer Volkswirtschaft dem ausländischen Wettbewerb zu öffnen und zwar auch bei Dienstleistungen im öffentlichen Sektor wie etwa den Bibliotheken. Bei ihren Eingaben zu den GATS-Verhandlungen gehen die einzelnen Staaten Verpflichtungen zu Dienstleistungssektoren ein, die sie dem Wettbewerb öffnen wollen. Zu Be- ginn der zweiten GATS-Verhandlungsrunde 2001 waren 13 Staaten, darunter acht Entwicklungsländer eine Verpflichtung eingegangen, Verhandlungen ü- ber Bibliotheken, Archive, Museen und andere kulturelle Einrichtungen zu er- 13 IFLA/IPA. Gemeinsame Presseerklärung: Librarians and publishers working to a common agenda. IFLA and IPA, 23. August, 2001. 14 Weltgesundheitsorganisation: WHO Biomedical Journal initiative. WHO, 9. Juli 2001. 66 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 1
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