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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Erschließung Lokalsystems ab, ob die Bände umgehängt werden können oder gelöscht und neu erfasst werden müssen. Außerdem ist zu bedenken, dass ggf. auch in den Monographienverbünden Stücktitelaufnahmen oder Bandsätze, die mit einer Zeitschriftengesamtaufnahme verknüpft sind, einer anderen Gesamtauf- nahme zugeordnet werden müssten. Ein vergleichbares Problem liegt zudem in allen Fällen vor, in denen die Re- geln für Titelsplits zwischen RAK (ergänzt durch die Ausführungsbestimmun- gen von ZETA, dem Format und den Konventionen für die Zeitschriften- Titelaufnahme in der ZDB) und den AACR2 nicht übereinstimmen. Eine nach- trägliche vollständige Anpassung an AACR2 würde einen enormen Ar- beitsaufwand auf allen Ebenen nach sich ziehen. Bei geringfügigen Titeländerungen erfolgt nach AACR2 die Ansetzung immer unter dem zuerst verwendeten Titel, während die ZDB die Ansetzung immer unter dem neuesten Titel vornimmt. Eine Umarbeitung der ZDB in diesem Be- reich wäre nur manuell machbar, sehr arbeitsaufwendig und würde lediglich eine Änderung, aber in keiner Weise eine Verbesserung der Aufnahmen be- deuten. Der denkbare Vorschlag, die Altdaten unberücksichtigt zu lassen und ab ei- nem Stichtag auf AACR2 umzustellen, lässt sich für die Zeitschriftenkatalogi- sierung nicht so leicht umsetzen. So wie im Lauf ihres Bestehens bei einer 20 Zeitschrift ständig Änderungen der verschiedensten Art auftreten, so muss auch die Zeitschriftentitelaufnahme ständig an diese Änderungen angepasst werden. Sogar an Titelaufnahmen von abgeschlossenen Zeitschriften wird häufig genug geändert, da oft Teilnehmer, die über den bisher nachgewiese- nen Bestand hinausgehende Bände besitzen, weitere Informationen einbrin- gen. Das heißt, dass viele vor einem Stichtag erstellten Aufnahmen weiterhin aktiv in der Katalogisierung genutzt werden und dass neue Informationen ent- weder nach den alten Regeln eingefügt oder die ganze Aufnahme nach den neuen Regeln umgearbeitet werden müsste. Dabei stellt sich die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoll und längerfristig für die Katalogisierer zumutbar ist, in einer Datenbank nach zwei völlig verschiedenen Regelwerken zu arbeiten. 21 Sind die für einen Regelwerkswechsel in Aussicht gestellten Vorteile tat- sächlich so schwer wiegend, dass ein solch gewaltiger Aufwand zur Überar- 20 Änderungen des Hauptsachtitels, des Urhebers, weiterer Sachtitel, des Verlags, der Zählung, Hinzukommen und Wegfallen von Beilagen, daraus hervorgehende und darin aufgehende andere Veröffentlichungen usw. 21 Ein wesentlicher Rationalisierungseffekt durch die Nutzung anglo-amerikanischer Fremddaten bei der Zeitschriftenkatalogisierung dürfte für die ZDB nicht zu erwarten sein. 884 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 7
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