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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Erwerbung sätze in den Mitgliedstaaten der EU ist ein baldiger einheitlicher Steuersatz eher unwahrscheinlich. Das Referat von Margot Wiesner auf der Arbeitssitzung der GESIG am 9. April 2002 in Augsburg im Rahmen des Bibliothekartags ,,E-Journals und die Um- satzsteuer - ein ungelöstes Problem?" behandelt das Thema ausführlich. Eine Veröffentlichung des Beitrags soll folgen. Online-Bücher/Doppelauswertung von Zeitschriftentexten Der wissenschaftliche Verlag Wiley bietet Fachmonographien online als Pake- te mit jährlicher Lizenz an. Um die regulären Etatansätze zum Bestandsauf- bau nicht auszuhöhlen, ist diese Art der Beschaffung mit großer Vorsicht zu prüfen. Der Springer-Verlag bietet in seinem Fachbuchprogramm Titel an, die teilwei- se aus Auszügen aus anderen Werken oder Zeitschriften bestehen. Der Hin- weis auf die bereits erfolgte Veröffentlichung steht nur in den Büchern selbst. Um einem Mindestmaß an Kundeninformation Genüge zu tun, ist es notwen- dig, dass der Sachverhalt der Zweitveröffentlichung in den Verlagsanzeigen und Prospekten mitgeteilt wird. Dies ist vom Verlag zugesagt. Entfernung von Dokumenten aus dem Bibliotheksbestand auf Veran- lassung Dritter Der Verlag Elsevier hat einen Artikel aus der elektronischen Ausgabe einer Zeitschrift entfernt und die Abonnenten gebeten, mit der gedruckten Ausgabe parallel zu verfahren. Das Umweltbundesamt schrieb die Bibliotheken an, eine Reihe von ihm veröf- fentlichter Texte schnellstmöglich zu entsorgen, weil sie als Anleitung zur Sprengstoffherstellung genutzt werden könnten. Ein veröffentlichter Text muss öffentlich verfügbar sein. Eine öffentliche Ver- fügbarkeit ist nur gewährleistet, wenn die Publikation an mindestens einer Bib- liothek auf Dauer vorgehalten wird. Nach Rechtskenntnis der Kommission für Erwerbung und Bestandsentwicklung können Änderungen an dieser Grund- tatsache nur mittels richterlicher Verfügung vorgenommen werden, woraus folgt, dass die Bibliotheken erst bei Vorlage einer solchen Verfügung zum Handeln gezwungen sind. Dabei genügt es, die Materialien, deren Verbreitung durch Gerichtsbeschluss untersagt ist, unter Verschluss zu nehmen. Eine Vernichtung ist nicht erforderlich. 740 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 6
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