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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

Erwerbung THEMEN · Bei gleich wichtigen Zeitschriften müssen die Nutzungen neuer Hefte und älterer Jahrgänge geprüft werden. · Die häufig über SUBITO verlangten Titel sollten in der Bibliothek vorhan- den sein. · Die Art der Nutzung und die Verteilung auf die Fächer müssen ebenfalls untersucht werden. · Die Relation Kosten-Nutzen muss verstärkt unter die Lupe genommen werden, denn billige Zeitschriften, die nie genutzt werden, sind letztendlich teurer als höherpreisige, die häufig genutzt werden. Das äußerst wichtige Thema ,,Nutzungsanalysen" sollte auch von der Nach- folgerin der derzeitigen Kommission weiter verfolgt werden. Rechnungsstellung bei Mischmaterialien Der Verlag Wiley VCH, Weinheim hat bei Zeitschriftenrechnungen für Print- und e-Version den Rechnungsbetrag halbiert und den Anteil für die Elektronik nicht versteuert, mit der Begründung, die e-Version, da aus den USA bezo- gen, sei steuerfrei. In der Folge müssen die Bibliotheken die Rechnungen für die Online-Bezüge mit 16% versteuern. Diese Aufspaltung ist z. Zt. steuerlich noch nicht eindeutig geregelt, deshalb wird in den Bibliotheken bei Kombi-Abonnements eine Gesamtrechnung mit der Druckversion als Basis für die Besteuerung bevorzugt, da dann der Ge- samtpreis nur mit 7% besteuert wird. Die Agenturen wenden dieses Verfahren auch an. Besteuerung von Nicht-Buch-Materialien Der Rat der EU hat eine Änderung der Verordnung über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden auf dem Gebiet der indirekten Besteuerung (MwSt.) und der Richtlinie betreffend die mehrwertsteuerliche Behandlung bestimmter elektronisch erbrachter Dienstleistungen beschlossen. Die neuen Rechtsvor- schriften sehen vor, dass diese Dienstleistungen, wenn sie zum Verbrauch innerhalb der EU erbracht werden, der EU-MwSt. unterliegen, und wenn sie für den Verbrauch außerhalb der EU erbracht werden, von der MwSt. befreit sind. Die Neufassung wird voraussichtlich Mitte 2002 rechtskräftig. Bei elektronischen Lizenzprodukten handelt es sich steuerlich um ,,sonstige Leistungen", für die Umsatzsteuer vom Leistungsempfänger (d.h. von der Bib- liothek) abgeführt werden muss. In Deutschland gilt für Nicht-Buch-Materialien der normale Steuersatz, d.h. 16%. Angesichts der unterschiedlichen Prozent- BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 6 739
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