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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Dewey in der Deutschen Nationalbibliographie? Magda Heiner-Freiling Sachgruppen in den Nationalbibliographien der deutschsprachigen Länder Betrachtet man die derzeitige Struktur der Deutschen Nationalbibliographie, des Schweizer Buchs und der Österreichischen Nationalbibliographie, so zeigt sich ein recht heterogenes Bild. Die Schweizerische Landesbibliothek hat sich für ihr nationalbibliografisches Verzeichnis 2001 zu einer Umstellung ent- schlossen, die einem internationalen Trend folgt: circa 50 % aller Nationalbib- liografien weltweit untergliedern ihre Grundverzeichnisse auf der Basis der Dewey Decimal Classification (DDC), zum Teil nur grob nach größeren Sach- gebieten, innerhalb derer die einzelnen Titel in alphabetischer Reihenfolge angezeigt werden, zum größeren Teil konsequent in der Reihenfolge der voll- ständigen DDC-Notationen. In Österreich hält man an einer bis 1981 auch im Wöchentlichen Verzeichnis der damaligen Deutschen Bibliographie verwende- ten Gliederung in 24 Hauptgruppen mit einigen Untergruppen fest. In der Bun- desrepublik hatte man sich 1982 auf Grund des gestiegenen Literaturauf- kommens und differenzierterer Benutzerwünsche zu einer Umstellung auf 65 Sachgruppen entschlossen, die in der Anordnung, aber nicht in ihrer Struktur der Universalen Dezimalklassifikation folgen. Im Zuge der 1998 begonnenen Diskussion über eine verstärkte Verwendung der DDC zur Verbesserung des internationalen Datenaustauschs und der Nut- zung von Fremdleistungen stellt sich nun für Die Deutsche Bibliothek die Frage, ob mit der geplanten Vergabe von DDC-Notationen an den angezeig- ten Titeln nicht auch konsequenterweise eine Umstellung der Anlage der Bib- liografie Hand in Hand gehen sollte. Anstoß ist hierfür nicht wie bei der letzten Veränderung die Unzufriedenheit mit dem Status quo, sondern vielmehr das Bedürfnis, die Heterogenität im Bereich klassifikatorischer Erschließung nicht noch zu vergrößern: nicht nur drei verschieden strukturierte deutschsprachige Nationalbibliografien stehen hier nebeneinander, in der ebenfalls von Der Deutschen Bibliothek vertriebenen Schlagwortnormdatei SWD gibt es mit der SWD-Sachgruppen eine weitere Klassifikation, von den in Verbünden und öf- fentlichen Bibliotheken gepflegten Systemen wie RVK, GHBS, BK, ASB usw. gar nicht zu reden. Eine Konzentration auf einige wenige konsequent gepfleg- te und weiter entwickelte Klassifikationen, wie sie etwa das 1998 publizierte BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 6 709
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