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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Digitale Bibliothek Die beliebte Nutzung von Google erklärte er mit der leichten Benutzungsmög- lichkeit und dem guten Ranking der Dokumente nach unterschiedlichsten Ge- sichtspunkten. Daneben gibt es viele verborgene Funktionen und mit 2 Milliar- den Einträgen sehr viel Inhalt. Zu den zusätzlichen Funktionen gehört die Boo- lesche Suche, die ,,Citation"-Suche, eine Ähnlichkeitssuche. Insgesamt sind nicht nur html-Seiten erreichbar. Über die erweiterte Suche (advanced search) kann die Suchschlange spezifiziert werden. Google besticht mit seiner Einfachheit, was die Nutzer auch einer Bibliothek häufig davon abhält, die Vielzahl von Datenbanken zu unterschiedlichen Fach- gebieten mit jeweils unterschiedlichen Oberflächen zu nutzen. Nicht in Google enthalten ist real-time data, database generated pages, lizen- zierte oder zu bezahlende Seiten und was allgemein noch nicht im web erfasst ist. Anschließend berichtete Thomas Place von der Tilburg University Library über ,,Strategien für qualifizierte Fachsuchmaschinen". Er bezweifelte, dass Voll- textfachsuchmaschinen besser seien als allgemeine Suchmaschinen im Web. Die Qualität ist immer bedingt durch den Inhalt der Indices. Die Nutzer haben Zugang zu den Volltexten über die lizenzierten Datenban- ken, die über die Hochschulen oder Universitäten zur Verfügung gestellt wer- den. Die Auflistung der Datenbanken erfolgt dabei alphabetisch oder nach Fachgebieten getrennt. Auch Place bemängelte, dass dann jede Datenbank eine eigene Benutzeroberfläche besitzt. Wünschenswert wäre also eine all- gemein verwandte Oberfläche als einfacher Einstieg für die Nutzer. Dies könn- te z.B. durch die Implementierung eines Informationsportals (One stop shop- ping) durch die Bibliothek erreicht werden. Durch links navigiert sich der Be- nutzer dann weiter in die Fachdatenbanken bis hin zum Volltext. Thomas Place monierte, dass Suchmaschinen nicht den Z39.50-Zugriff unter- stützen. Die Antwort gab er allerdings anschließend gleich selbst. Es ist schwierig zu implementieren, man hat keine Kontrolle, was dem Nutzer prä- sentiert wird und angeblich gibt es noch keine starke Nachfrage nach Z39.50- Zugang. Dies könnte sich allerdings ändern, wenn mehr Informationsportale von Bibliotheken betrieben werden, die dann den optimalen Gebrauch der Nutzungsmöglichkeiten gewährleisten sollten. Der dritte Vortrag in diesem Themenblock wurde von Richard Smart von dem Unternehmen Ingenta aus Oxford gehalten. ,,`Suchet, so werdet ihr finden`. Suchen nach fächerübergreifenden Inhalten". Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und hat im Jahre 2000 UnCover, den Suchservice des US akade- mischen Bereiches erworben. Ingenta möchte die Informationskette zwischen Verlegern und Gesellschaften, die die Informationsinhalte besitzen, und dem Endnutzer, der die Informationen sucht, möglichst kurz und eindeutig halten. 608 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 5
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