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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 36.2002 (Rights reserved)

THEMEN Benutzung sche Gründe: Mit den Herausforderungen einer Benutzerbefragung war nur der geringere Teil der Bibliotheken vertraut, und nur wenige Bibliotheken hät- ten die für den Versand von Fragebögen benötigten Adressdaten ihrer kom- pletten Zielgruppe liefern können. Üblicherweise rekrutieren bei dieser Art der Befragung erfahrene infas- Mitarbeiter vor Ort die Benutzerstichprobe. Dadurch wird gewährleistet, dass die Ansprache von Benutzern und die Abgabe von Erläuterungen zwischen allen Interviewern abgestimmt sind. In diesem Fall wurde aus Kostengründen von jeder Bibliothek ein kleiner Kreis verantwortlicher Personen bestimmt, die in einer zentralen Veranstaltung vor Befragungsbeginn durch die Projektleiter von infas geschult wurden. Diese Mitarbeiter hatten den Auftrag, weitere Be- teiligte einzuweisen, Benutzer und Mitarbeiter zu informieren sowie das gleichmäßige Auslegen und tägliche Einsammeln der ausgefüllten Fragebö- gen und deren wöchentlichen Rückversand an infas zu organisieren. Dadurch war infas in der Lage, die Befragungsdaten stetig einzugeben und die Rück- laufmenge pro Standort zu überwachen. Eine für das Vorhaben eingerichtete Mailingliste und die telefonische Methodenberatung durch infas stellten im Verlauf der Feldphasen sicher, dass zentrale Ansprechpartner für auftretende Probleme zur Verfügung standen. Folgende Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Stichprobe möglichst reprä- sentativ entstehen zu lassen: · Die Befragung wurde etwa zwei Wochen vor dem Feldstart über die Biblio- thekswebseiten, durch Plakate, Rundschreiben an den Lehrkörper, Info- stände u.ä. weitläufig angekündigt. Damit waren Benutzer und universitäre Öffentlichkeit über Ablauf, Zeitraum und Ansprechpartner informiert. Durch die Beschreibung des Hintergrundes, die Erwähnung von infas und die Ankündigung einer Ergebnispräsentation sollte gleichzeitig das Interesse an einer Teilnahme auf breiterer Ebene geweckt werden. · Auch Benutzer aus Stadt und Region sowie seltene Bibliotheksbesucher sollten die Möglichkeit haben, in die Stichprobe zu gelangen. Zudem konn- te nicht ausgeschlossen werden, dass die höhere Nutzungsintensität in Vorlesungszeiten Einfluss auf die Zufriedenheit der Besucher mit ,,knap- pen" Dienstleistungsangeboten (z.B. Zahl der Arbeitsplätze, Verfügbarkeit der Bücher, Öffnungszeiten) hat. In der Konsequenz wurde entschieden, die Befragung über eine Dauer von drei Wochen während des Semesters und über zwei Wochen während der Semesterferien durchzuführen. Auch Zeiträume zu Semesterbeginn wurden bewusst vermieden, um in diesen häufig auftretende "atypische" Begleitumstände (z.B. überproportional vie- le Ausleihen, anfänglichen Orientierungsbedarf bei Erstsemestern, Warte- zeiten bei der Ausweisausstellung usw.) und deren Einfluss auf die Zufrie- denheit der Bibliotheksbesucher auszuschließen. 26 BIBLIOTHEKSDIENST 36. Jg. (2002), H. 1
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