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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek THEMEN Gründung eines elektronischen Hochschulverlages auf Verbund-Ebene Vorüberlegungen und Thesen Thomas Hilberer Auf Anregung von Herrn Ministerialrat Friedrich Bode (Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein- 1 Westfalen) hat sich im Juni 2000 eine AG Hochschulverlag NRW gegründet, der Kollegen aus dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein- Westfalen (HBZ) und aus verschiedenen Bibliotheken des Landes angehör- ten. An der abschließenden und inhaltlich wichtigsten Sitzung im November 2000 nahmen als Gäste drei Hochschullehrer aus verschiedenen Disziplinen 2 (Chemie, Romanistik, Sozialpädagogik) teil. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Ausgangspunkt für die AG war das Bestreben, auf die durch exorbitante Preissteigerungen, insbesondere im Bereich der naturwissenschaftlichen Zeit- schriften, verursachte Krise der wissenschaftlichen Informationsversorgung 3 4 mit effektiven Gegenstrategien zu reagieren. Create Change , eine u.a. von der Association of Research Libraries unterstützte Initiative amerikanischer Wissenschaftler und Bibliothekare, hat die Lage auf den Punkt gebracht: ,,The dramatic increases in journal costs and the increasing commercialization of scholarly publishing, have decreased scholars' access to essential research resources all over the world." (http://www.createchange.org/faculty/intro/ aboutcc.html, 8.11.01). Die Hochschulen produzieren Texte mit öffentlichen Geldern und geben diese an die Verlage weiter, um sie dann wieder mit öf- fentlichen Geldern zurückzukaufen. Mit anderen Worten: die Hochschulen zahlen doppelt. Internationale Wissensverwertungskonzerne - um das positiv konnotierte Wort ,,Verlage", das etwas ganz anderes meint, zu vermeiden - 1 Friedrich Bode: Überlegungen zur Etablierung eines Hochschulverlags im HBZ ­ Düsseldorf, 2000 (unveröffentlichtes Typoskript) 2 Die Damen und Herren Gabel, Prof. Geisler, Hardeck, Hilberer (Sprecher), Hillen, Prof. Kläui, Klitzke, Michalke, Otzen, Schmidt, Prof. Stascheit, Vetten und Weis- haupt. 3 Es geht also nicht um Dissertationen, die auf Grund der Veröffentlichungspflicht einen Sonderfall darstellen. 4 http://www.createchange.org/ oder auch http://www.arl.org/create/; einen guten Überblick bietet http://www.arl.org/create/change.html (8.11.01) BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 12 1629
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