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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue35.2001 (Rights reserved)

THEMEN Betrieborganisation ein prozentualer Aufschlag für die Online-Nutzung berechnet. Spezifika zeigen sich hier bei den ausgehandelten Bedingungen für die Folgejahre. So wird in manchen Verträgen ein prozentualer Höchstsatz für Preissteigerungen festge- legt. Neben der absoluten Bestandsgarantie (Kündigungsverbot) gibt es je- doch auch einen maximalen Stornierungsumfang für das Gesamtkonsortium. Zum Teil entstehen zusätzliche Kosten für die Bereitstellung von Backfiles. Die Aktualität der angebotenen Aufsätze wird größtenteils dahingehend ver- bürgt, dass spätestens bei Erscheinen des gedruckten Heftes die Online- Ausgabe auch angeboten wird. Von Bedeutung ist natürlich auch die Frage des Datenzugriffs nach evtl. Stor- nierung des Vertrages. Für diesen Fall wird z.B. eine Lieferung der Daten auf CD-ROM vereinbart oder eine jährliche Bereitstellungsgebühr für den weiteren Zugriff auf den Verlagsserver vereinbart. Ein nicht unerheblicher Regelungsbedarf ergibt sich auch für den Fall, dass der Verlag eine Zeitschrift vom Server nimmt. Dieser Punkt ist in einem Ver- trag dahingehend geregelt, dass das Konsortium nach Zahlung einer einmali- gen Gebühr die Daten auf CD-ROM erhält. Ein Punkt, der anscheinend den Nerv der Verlage berührt, sind die Fernleih- bedingungen. Hier ist größtenteils nur ein konventioneller Versand per Post oder Fax von Aufsätzen aus den Zeitschriftentiteln erlaubt, die auch in Print- form gehalten werden bzw. wurden. Außerdem wird eine strenge Protokollfüh- rung dieser Vorgänge und eine Meldeverpflichtung (wer an wen) vereinbart. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Nutzungsstatistiken. Gängig scheinen Vereinbarungen, die monatliche Statistiken für Volltextdownloads und Suchan- fragen je Konsortialteilnehmer bieten und diese vierteljährlich oder zumindest jährlich nach Zeitschriftentiteln erstellen. 1.2.3 Umlage der Kosten auf die Konsortialteilnehmer Wie werden die Kosten für ein Konsortium auf die beteiligten Bibliotheken umgelegt? Bislang spielte hier der Faktor ,,Bisheriger Umsatz durch den Be- zug von Printabonnements", ein Abonnementjahr wird als Basisjahr festgelegt, eine entscheidende Rolle. D.h. die einzelne Bibliothek zahlt einen prozentua- len Aufschlag bezogen auf Ihren bisherigen Abonnementbestand und erhält das Gesamtzeitschriftenpaket. Dies bedeutet im Endeffekt: je weniger Abon- nements die jeweilige Bibliothek hatte, desto günstiger erhält sie das Gesamt- paket. Die Philosophie dieses Modells beruht auf dem Gedanken, dass die bestehenden Abonnements das tatsächliche Interesse vor Ort spiegeln und die Kostenlast dementsprechend verteilt wird. 1624 BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 12
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