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Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 35.2001 (Rights reserved)

Benutzung THEMEN Abstracts durchgeführt, sondern durch das Überfliegen des Volltextes (der damit bereits genutzt wurde).42 · Zumindest bei den deutschsprachigen Springer-Titeln scheint ein neuer Bedarf und eine neue Klientel entstanden zu sein. Eine genauere Studie auf Basis von Einzeltiteln, individuellen Zugriffen und Nutzerbefragungen wäre wünschenswert. Ausblick Die vorgelegten Ergebnisse haben gezeigt, dass innerhalb von zwei bis drei Jahren die Online-Zeitschriften die Print-Titel in der Nutzung um den Faktor zehn überflügelt haben. Dabei bewegten sich die Nutzungsspezifika in ähnli- chen Bahnen wie zu Print-Zeiten. Anhand der Ergebnisse dieser und anderer Studien resultieren folgende Empfehlungen für das Management von eJour- nals: 1. Die Zukunft gehört wohl nicht den Paketverträgen. Alle Daten weisen dar- auf hin, dass der lokal vorhandene Zeitschriftenbestand (zumindest nach erfolgten Evaluierungs- und Abbestellmaßnahmen) das Resultat einer gewissenhaften und am Bedarf orientierten Erwerbungspolitik ist43. Wie ACCELERATE gezeigt hat, führt das zusätzliche Angebot von Titeln kaum zu einer verbesserten Literaturversorgung. Die Online-Nutzung pro Titel kletterte um eine Größenordnung, wenn diese nicht über Paketver- träge sondern einzeln eingekauft worden waren. 2. Folgerichtig sollte über das Abonnement einzelner, ausgewählter Titel sowie über pay-per-view nachgedacht werden. 3. Für eine fundierte Erwerbungspolitik sind die bisher zur Verfügung ste- henden eJournal-Statistiken nicht viel besser als die Statistiken der Print- nutzung. Hier besteht hoher und rascher Nachholbedarf. Verträge mit Verlagen sollten genaue Angaben darüber enthalten, wie Log-Files aus- zuwerten sind. Alternativ könnte die Auswertung einer neutralen Stelle übertragen werden. 42 Eason, K.; S.Harker: Psychological processes in the use of electronic journals. In: Serials 13(2):67-72 (2000) 43 H.-P.Berg: i97,5% Artikel bleiben ungenutzt, 2% werden einfach genutzt und 0,5% mehrfach. Auch zeigen die Erfahrungen, dass es unter Nutzungsgesichtspunkten nicht zu rechtfertigen ist, ganze Verlagspakete elektronischer Zeitschriften zu abon- nieren.,, In: B.Gerber: Elektronische Zeitschriften: Das 6. Hamburger Kolloquium im Zeichen der Neuen Medien. BIBLIOTHEKSDIENST 34(3): 2001 (3.9.2001. Online: http://bibliotheksdienst.zlb.de/2001/01_03_06.htm) ; s.a. ACCELERATE, a.a.O. S.39 BIBLIOTHEKSDIENST 35. Jg. (2001), H. 10 1319
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